KDE 4.4.0 ist da: ein erster und ein zweiter Blick…

Posted by Chris on Februar 26, 2010

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Kaum wurde KDE SC 4.4.0 (SC steht für Software Compilation, seit ein paar Wochen nennt sich KDE so, weil es doch langsam viele Software aus dem Projekt gibt) und schon stehen für Fedora 12 die Pakete bereit. Natürlich rechnete ich mit Kinderkrankheiten, denn ein KDE 4-Release war noch nie “Produktionsreif” sondern eigentlich immer Beta. Das ist nun mal so, wen das stört, der soll doch testen und helfen, damit sich das ändert.

Auf jeden Fall wurde KDE schlanker, was die Fensterdekoration angeht. Es gibt einen Formfaktor-Umschalter, der bei mir aber zuerst einmal den kwin-Prozess abstürzen liess.  Ein Erlebnis, welches sich unter verschiedensten Umständen wiederholen sollte. Die Intention des Umschalters ist jedoch durchaus klar, denn bei Netbooks kommt ein ganz anderes Prinzip zum tragen als bei Desktops:

Systemsettings Formfaktor

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Distributions-Test Nr. 8: *** FreeNAS *** 2

Posted by Chris on Dezember 30, 2009

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OK ausnahmsweise, weil Feiertage sind, auch mal eine Nicht-Linux-Distribution auf dem Prüfstand. Nämlich FreeNAS, eine hochspezialisierte BSD-Unix-Variante mit einem NAS-Server, wie der Name ja schon andeutet, der als Live-Image oder “installierbares Image” gebraucht werden kann.

Der Grund, weshalb ich auf FreeNAS kam, war, dass ich meine vielfältigen Heimnetz-Services, die sich über die Jahre in meinen virtuellen CentOS’s angesammelt haben, konsolidieren wollte. Mit einem NAS (Network Attached Storage, also Diskplatz, der über verschiedene Dienste im Netz auf vielfältige Weise nutzbar gemacht wird) und einer Weboberfläche ist dies einfach lösbar und macht mehr Spass als “nur” mit einer Hardware-Appliance, die teuer ist, keine offene Software hat und meist auch weniger Services anbietet.

Herkunft / Ursprung

FreeNAS ist ein kleines FreeBSD und wurde von Olivier Cochard und Volker Theile geschaffen. Heute besitzt iX-Systems FreeNAS, aber es wird natürlich als Opensource-Projekt weitergeführt.

Wichtigste Daten in Kürze:

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Linux-Distributions Test Nr. 7: *** Mandriva 2009.1 ***

Posted by Chris on Juni 12, 2009

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Obwohl gerade erst der Fedora 11-Löwe in die freie Wildbahn entlassen wurde, dachte ich mir, „den sollen andere testen“. Da Fedora sowieso auf den meisten meiner Maschinen läuft, wäre ich ohnehin befangen.

Dem einsteigerfreundlichen PCLinuxOS die Basis bietend steht Mandriva schon seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste zum Testen.

Zurzeit (nicht zuletzt dank dem neuen Release) auf Platz 6 von Distrowatch finden wir Mandriva, welches noch bis ca. 2005 Mandrake hiess. Mehr zur Herkunft, Geschichte und viele Details zu dieser großen Distribution sind in Wikipedia zu finden. So kann ich mich gut auf die Details konzentrieren, welche Mandriva von anderen Distributionen abhebt. Und das sind schließlich immer noch genug.

Herkunft / Ursprung

Gem. Wikipedia und der Linux-Distributions-Geschichtstafel wurde Mandriva (dass vor einem Namenskonflikt eben noch Mandrake hiess) von Redhat abgeleitet (genauer: 1998 von Gaël Duval). Diese Herkunft ist ja bereits ein gutes Zeichen.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.mandriva.com
  • Businessmodell: Verkauf von div. Server- und Desktopversionen, auch USB-Sticks
  • Ungefähre Grösse der Vollversion als ISO-Image: 690 MB
  • LiveCD Funktion: Ja
  • Sprachen: Div. Übersetzungen
  • Abgeleitet von: RedHat
  • Kernel: 2.6.29
  • Package-Management: rpmdrake (grafisch) und urpmi (CLI)
  • Paketformat Standard: RPM
  • Release-Zyklus: Ungefähr nach Jahreszeiten (z.B. „Spring Edition“)
  • Standarddesktop: KDE
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: In Kwin integriert (Standard seit KDE 4)
  • Kosten für Updates und Support: Je nach Lizenz der kommerziellen Version ab 49 Euro. Keine Kosten (Wiki, Foren) für die freien Versionen
  • Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Unfreie Software in den kommerziellen Versionen enthalten
  • Dokumentationen: http://doc.mandriva.com/
  • Forum: http://forum.mandriva.com/
  • Wiki: http://club.mandriva.com/xwiki/bin/view/KB/
  • Bugtracker: Bugzilla => https://qa.mandriva.com/
  • Mitmachen: http://www.mandriva.com/en/community/start

Besonderheiten dieser Version

  • MSEC Sicherheitspaket
  • Zentrale Konfiguration mit drakconf und den draktools
  • Schnelle Updates durch Delta-RPM’s

Erster Eindruck vom Desktop

Auch Mandriva schliesst sich dem allgemeinen Trend zur Einfachheit auf dem Desktop an. Die Schriften und die Kontrollleiste sind in der Standardeinstellung etwas zu klein für kurzsichtige Benutzer. Die feine Auswahl an Extra-Plasmoiden gefällt mir. Man merkt, dass die Mandriva-Designer den Wechsel von KDE 3 zu 4 sehr sanft machen wollten, denn es sieht auf den ersten Blick eher wie eine 3er Version aus.
Prinzipiell zu KDE 4.2 noch ein paar Anmerkungen: Dank den Features und der Stabilität (endlich) von KDE 4.2 in der Grundinstallation lässt es nun meines Erachtens auch MacOSX hinter sich (bei passenden Grafikkartentreibern umso mehr). Die noch vorhandenen Bugs (Semantischer Desktop, Plasma-Activities, automatische Plasmoideninstallation) werden durch die standardmäßig vorhandenen Features (PowerDevil, SVN-Integration, Unterstützung von verschlüsselten Partitionen und USB-Sticks im Dateimanager Dolphin) mehr als ausgeglichen. Auch die Plasmoiden-Entwicklung in der Community nimmt jetzt an Fahrt auf, es wird künftig sicher noch viele tolle Spielzeuge mehr geben ;-) Es wird endlich Zeit, einmal selber so ein Ding zu programmieren, was ich mir schon seit über einem Jahr immer wieder vornehme. Ich finde es erstaunlich, wie sehr man KDE4 visuell verändern kann auch ohne spezielle Kenntnisse, was es den Distributoren ermöglicht, eindeutige Merkmale bereitzustellen bei maximaler Portierbarkeit. Das war natürlich auch schon bei den Vorgängern so, aber nicht in dem Masse wie heute. Soviel also zu KDE unter Mandriva, bitte entschuldigt die Abschweifung.

Array

Leider wird die Freude am aufgeräumten Desktop etwas getrübt durch Icons wie „Herzlich Willkommen“, „Join Mandriva“ und gar „Upgrade to Powerpack“, gerade letzteres ist in einer reinen Community-Version ein Unding, aber wir wollen mal nicht zu pingelig sein, denn wie bereits erwähnt hat Mandriva auch kommerzielle Distributionen im Programm und dadurch natürlich auch ein bisschen kommerzielle Interessen.

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Linux-Distributions Test Nr. 6: *** Foresight GNOME Edition 2.1.0 *** 6

Posted by Chris on Mai 09, 2009

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Zurzeit ungefähr auf Platz 65 von Distrowatch liegt die unscheinbare Distribution Foresight. Sie soll dem Benutzer eine einfache Plattform bieten, mit der die Multimedia- und Office-Angelegenheiten und auch sonstige Tätigkeiten sehr einfach von der Hand gehen sollen. Das Projekt hat ein  dediziertes Team für die Gnome-Implementierung, wodurch stets die neuesten Gnome-Features in Foresight bestaunt werden können.

Herkunft / Ursprung

Es gibt keine eindeutige Herkunft. Bei der Installation wird man durch Anaconda an Fedora erinnert und auch beim Starten sind frappante Ähnlichkeiten zu beobachten, aber das war’s dann auch schon mit den Ähnlichkeiten. Conary stammt von rPath Linux ab. Es steckt auch ein Teil Gentoo drin, da der verwendete Paketmanager Conary  auch so etwas wie “emerge” kennt, mit welchem Pakete nicht einfach installiert, sondern direkt auf der Maschine kompiliert werden können.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.foresightlinux.org/
  • Größe der Vollversion als ISO-Image: 1.3 GB
  • LiveCD Funktion: Nein
  • Sprachen: Div. Übersetzungen
  • Abgeleitet von: rPath
  • Kernel: 2.6.27
  • Package-Management: Conary unterstützt die Formate DEB und RPM gleichermaßen, auch “emerge” von Gentoo wird unterstützt
  • Release-Zyklus: Verschieden, je nach Edition (Gnome Full/Lite, XFCE, Kid’s, Mobile)
  • Standarddesktop: Hauptsächlich Gnome (Full und Lite Edition), XFCE Edition in anderem Releasezyklus
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: Compiz
  • Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Foren)
  • Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Keine proprietäre Software in der Grundaustattung vorhanden
  • Support: IRC und Mailingliste => http://www.foresightlinux.org/support.html
  • Dokumentationen: http://www.foresightlinux.org/docs.html
  • Forum: http://forum.foresightlinux.org/
  • Wiki: https://wiki.foresightlinux.org/dashboard.action
  • Bugtracker: Jira => https://issues.foresightlinux.org/secure/Dashboard.jspa
  • Mitmachen: https://wiki.foresightlinux.org/display/teams/Home

Besonderheiten dieser Version

Erster Eindruck vom Desktop

Der erste Eindruck ist der, welcher sich bei den meisten Distributionen heutzutage zeigt: Sehr schön und aufgeräumt. Die meisten Distributoren scheinen mittlerweile verinnerlicht zu haben, dass ein leerer Desktop mit einem schönen und beruhigendem Hintergrundbild der beste Anfang ist. Continue reading…

Linux-Distributions Test Nr. 5: *** Kubuntu 8.04 Hardy KDE 4 Remix *** 1

Posted by Chris on Mai 12, 2008

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Eigentlich wollte ich ja keine der drei großen Distributionen testen, da es für diese schon genügend gute und tiefgründige Reviews gibt. Aber der KDE4-Remix von Kubuntu 8.04 “Hardy Heron” reizte mich dann doch zu sehr. Schließlich hat KDE4 seit Januar auch wieder erhebliche Fortschritte gemacht und dies wäre die erste große Distribution, welche (wenn auch nur als Remix) ein pfannenfertiges KDE4 mitliefert.

Der Review wird sich daher eher auf KDE4 und dessen Status resp. Integration in Kubuntu als auf die Distribution selbst fokussieren, da es bereits genügend andere Reviews gibt und geben wird, welche die Distribution tiefgründiger und professioneller betrachten.

Herkunft / Ursprung

Ubuntu und dessen Geschwister Kubuntu, Xubuntu, Edubuntu haben ein Debian 4 als Basis und werden von der Firma Canonical und einer großen Community weiterentwickelt. Canonical wurde vom Milliardär Mark Shuttleworth gegründet bietet einen kommerziellen Support für Desktop- und Serverversionen an, mit dem irgendwann auch mal Gewinn gemacht werden soll.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.kubuntu.org
  • Größe als ISO-Image:
  • LiveCD Funktion: Ja
  • Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch
  • Abgeleitet von: Debian
  • Kernel: 2.6.24
  • Package-Management: Apt-get mit Debian Paketen (dpkg)
  • Release-Zyklus: halbjährlich
  • Standarddesktop: Je nach Geschmacksrichtung (Gnome, KDE, XFCE), kann aber später auch jederzeit gewechselt werden
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: Teilweise integriert in KDE4-Windowmanager (kwin) mit Compositing oder Compiz-Fusion basierend auf AIGLX oder XGL
  • Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Foren)
  • Lizenz: Größtenteils GPL V.2, proprietäre Software und binäre Treiber sind in der Grundinstallation vorhanden

Besonderheiten dieser Version

  • Die Einbindung von KDE4 ist natürlich die wichtigste Besonderheit dieser Version mit Betonung der Distributionshersteller, dass es sich um eine Remix-Version mit Beta-Status handelt.

Erster Eindruck vom Desktop

Der Standarddesktop hat sich seit dem Frühjahr nicht groß geändert. Leider wurde auch dasselbe Hintergrundbild verwendet. Ich schaue neidisch auf den Ubuntu-Desktop und wünsche mir, dass ein ähnliche künstlerisches Hintergrundbild bald den Weg in die KDE-Versionen findet.

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Hat man einmal die zusätzlichen Plasmoiden installiert, machen diese wider erwarten sogar Spass (solange sie nicht auf allen virtuellen Desktops rumhängen), vor allem die täglichen Userfriendly Comis sind praktisch. Auch die von Vista bekannte Diaschau ist dabei und vieles mehr:

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