Falling in love with Fedora 10… 1

Posted by Chris on Dezember 01, 2008

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Das Warten auf Fedora 10 hat sich mal wieder definitiv gelohnt! Ich komme trotz vorhandener ATI und Intel-Grafikkarten zwar noch nicht in den Genuss des besten grafischen Schmankerls: KMS (Kernel Mode Setting), aber der Rest scheint auf Anhieb zu klappen wie versprcchen. Es sieht aus wie aus einem Guss, der Bootprozess ist etwas schneller geworden und für mich als KDE-Fan wartet endlich ein einigermassen stabiles KDE 4.1 auf Arbeit. Pulseaudio ist stabiler geworden (wenn auch noch nicht bugfrei) und übernimmt nun alle Audio-Aufgaben, so hat Amarok z.B. gar keine Optionen mehr um die Ausgabe auf etwas anderes umzustellen und das ist gut so.

Hier ein kleiner Status meiner Installationen:

  • iMac hat denselben Status (d.h. Mikro und Mausrädchen funktionieren noch nicht)
  • Thinkpad: Bis auf die Thinkpad-Buttons (unter KDE4 noch nicht direkt unterstützt) alles o.k. Was mich absolut positiv überrascht und besonders freut: KDE4 scheint sogar mit eingeschalteten Desktop-Effekten genausowenig Strom zu verbrauchen wie KDE3! Im Leerlauf zwischen 11-13 Watt und mit Fensterbewegung (3D und transparent) maximal 16 Watt. Damit scheint KDE4 absolut Netbooktauglich zu sein.

Probleme

Natürlich gibt es auch bei diesem Release ein paar “Wie hat das bloss die Beta-Phase überstanden?” Erlebnisse:

  • kpackagekit frisst unersättlich Memory, wenn keine Netzwerkverbindung besteht (Notebook)
  • amarok 2.0 ist was die Oberfläche anbelangt noch im Betastadium und die Bedienung alles andere als intuitiv. Ausserdem werden Benutzer, die den “alten” Amarok geschätzt haben, verschreckt mit solchen krassen Oberflächen- und Backend-Änderungen
  • Instabilitäten im Zusammenhang mit Xorg und KDE4 mit Dekstopeffekten. Beispiele: Abstürze (selten). Switching auf Konsole und zurück auf KDE (tty1) nicht möglich mit aktivierten Effekten (zumindest mit Intel-Grafikchip).
  • xine läuft ca. 1 Sekunde bevor’s einen Speicherzugriffsfehler gibt

Nachtrag:

Nach längerer Testzeit sind mir doch noch ein paar mehr Dinge aufgefallen, vor allem solche, die eigentlich niemals so durch die Finger der Betatester rutschen sollten (ich vermute mal überhastete Updates vor dem Release?). Die Fehler betreffen die KDE-Version, über die Gnome-Version kann ich nichts sagen, da ich sie nicht benutze, aber wie ich Gnome kenne, läuft da alles stabil ;-)

  • CD’s werden standardmäßig mit kscd wiedergegeben, nur leider ohne Ton! Lösung: Kaffeine benutzen In der Konfiguration das Ausgabegerät auf Phonon stellen (das sollte Standard sein, ist es aber leider nicht)
  • Auch das Ripping-Programm (Sound Juicer) hat ‘ne Macke: Als wir eine CD der Freundin rippen wollten (frustriert durch obiges CD-Abspiel-Problem), sah ich, dass das Programm *.oga Dateien erstellte. “Na klar, Ogg Audio” dachte ich. Nur schade, dass Amarok dieses Format nicht erkennt beim Scannen der Sammlungs-Ordner! Lösung: Umbenennen nach *.ogg und Amarok erkennt die Stücke wie gehabt.

Fazit

Auf dem Notebook sollte man die Desktopeffekte nur anschalten, wenn man seine Freunde und Kollegen beeindrucken möchte. Danach sollte man vorerst darauf verzichten, weil man sonst im Gegenzug auf Funktionen wie Konsolen-Switch, Suspend-To-Ram und Suspend-To-Disk (resp. das Aufwachen macht Probleme) verzichten muss.
Sonst gibt es eigentlich nichts zu beachten, viel Spass beim Installieren und ausprobieren!

Thinkpad X61s unter 10 Watt! 3

Posted by Chris on Oktober 20, 2008

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All die Sparmassnahmen zeigen Wirkung: Letzte Woche unterbot mein Thinkpad im laufenden Betrieb (mit allen geladenen Modulen) die 10-Watt-Marke kurzzeitig (Langzeit 11,2W).
Und dies mit KDE 3.5 mit laufenden Anwendungen: 2 mal Konsole, gkrellm und was sonst noch so automatisch gestartet wird beim KDE unter Fedora 8:

Natürlich muss das Display dabei auf Batterie-Modus (50-60% Helligkeit) abgedunkelt sein, sonst werden sofort wieder 4-5 Watt mehr verbraucht. Externe Geräte sollten auch nicht angeschlossen sein. Nur ein simpler USB-Stick, der gemounted ist, erhöht den Verbrauch um über ein Watt. Ausserdem muss man etwas Geduld haben, um den Screenshot im richtigen Moment zu machen, weniger als 10 Watt sind wirklich eher die Ausnahme.

Wer kann dies unterbieten? Bitte im Kommentar einen Link auf den Screenshot hinterlassen, wenn Ihr’s geschafft habt ohne zu schummeln ;-) Ich weiss nicht, wieviel die neuen Netbooks (eee-PC und Co.) so brauchen, aber die müssten sowas doch mit Links erreichen, oder?

Kompilier’ doch mal wieder

Posted by Chris on September 17, 2008

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Die Karriere eines Linux-Geeks verläuft meistens ähnlich: Als erstes wird ein SuSE (heute wohl eher ein Ubuntu) installiert und man erfreut sich an der einfachen und schnellen Installation und danach an den unzähligen Gratis-Tools. Und dies ohne je einen einzigen Key oder Online-Aktivierung oder Zahlung machen zu müssen (geschweige denn irgendwelche suspekten Cracks einzusetzen). Häufig folgt darauf die Neugier, unter der Haube nachzusehen. Also lernt man viele Systembefehle, etwas Bash-Skripting und schon will man auch das Herz des Betriebssystems selber backen: den Kernel. In diesem doch schon etwas fortgeschrittenen Stadium wechseln viele Benutzer zwischenzeitlich zu Gentoo, denn dort lernt man den Bootstrap-Prozess eines Linux-Systems ziemlich intensiv (auch wenn dies meiner Meinung nach etwas überschätzt wird, denn Gentoo ersetzt keine Grundausbildung in Serveradministration u.ä.)
Danach wechselt man der Stabilität zuliebe zu [bevorzugte Distribution hier einfügen], wo meistens ein relativ aktueller Kernel mit allen benötigen Modulen bereitliegt. Kaum jemand kompiliert heute noch einen Kernel wegen dem Performancegewinn oder der Datei-Grösse. All dies ist bei modernen Desktop und Laptops nicht mehr allzu relevant.
Aber trotzdem backe ich den Kernel ca. seit Version 2.6.25 selbst, zumindest für meine speziellen Maschinen. Dies hat vor allem mit der Qualität von RC-Kerneln zu tun und der Entwicklungsgeschwindigkeit, die sich meiner Laien-Meinung nach merklich erhöht hat. Musste ich für meinen iMac sehr lange warten, bis ich die Soundkarte via Hack zum laufen bekam, wird sie mit Kernel 2.6.27 direkt und korrekt erkannt. Und auch der Thinkpad X61s bedankt sich für aktuellste Intel-WLAN-Treiber (oh ja, denn der alte Zweig war ein _klein_ wenig instabil, Betroffenen wissen, was ich meine). Leider muss ich dort dann auf SE-Linux verzichten, da sich 2.6.27 nicht mit dem angegrauten Fedora 8 verträgt.

Es kann zurzeit also durchaus lohnend sein, wenn man neuere Hardware hat oder speziellere Geräte wie den iMac. Und mit einer funktioniereneden Konfiguration, welche man immer wieder aktualisiert, braucht man dazu effektiv ja nicht mehr als 5 Minuten an der Tastatur zu sitzen.

Ach ja, hier noch die Kernel-Konfiguration, wie sie für iMac und Thinkpad funktionieren sollte: kernel-config-26

Update: Noch mehr Stromsparen mit dem Lenovo Thinkpad X61s 3

Posted by Chris on Juni 08, 2008

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Seit meinem Erfahrungsbericht vom letzten Jahr haben sich einige der Stromspareinstellungen geändert und einige Tricks sind dazugekommen. Als erstes meine aktuelle /etc/rc.local Datei:

# Div. Stromsparer:
echo 5 > /proc/sys/vm/laptop_mode
echo 0 > /proc/sys/kernel/nmi_watchdog
# Achtung, 30000 = 5 Minuten Datenverlust, wenn die geaenderten Daten
# kleiner sind als der Festplattenpuffer
echo 30000 > /proc/sys/vm/dirty_writeback_centisecs
# Nach 4*5=20 Sekunden wird die Festplatte ausgeschaltet
# Achtung, dies schraenkt im Gegenzug die Lebensdauer der Platte etwas ein
hdparm -B 16 -S 4 /dev/sda
# Stromsparmodus fuer alle USB-Geraete:
for i in /sys/bus/usb/devices/*/power/autosuspend; do echo 1 > $i; done
# Div. Stromsparmodi:
echo 1 > /sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save
echo 1 > /sys/devices/system/cpu/sched_mc_power_savings
###iwpriv wlan0 set_power 7 # original 5, but 1 is from lesswatts.org
# Besserer Weg, die iwl-Treiber in den Stromsparmodus zu wechseln:
echo 7 > /sys/bus/pci/drivers/iwl4965/0000:03:00.0/power_level
ethtool -s eth0 wol d
# Lebensverlaengerung der Batterie, wenn sie am Strom haengt (sie sollte
# immer zwischen 40% und 85% sein):
# Als Alternative den Startthreshold auf 81% setzen (wenn andere Anzeigen
# Probleme damit haben, z.B. gkrellm)
echo 85 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/stop_charge_thresh
##echo 81 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/start_charge_thresh
echo 30 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/start_charge_thresh

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my eee PC 1

Posted by Bo on Juni 05, 2008

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Erster Eindruck

Bo\'s Hand und der eee pc

  • Wow! Der ist klein!
  • Einmal kurz mit den Ohren wackeln und der Kleine hat gebootet sowie den Desktop fertig geladen.
  • Bildschirm und Auflösung sind top.
  • Desktop ist gewöhnungsbedürftig, dafür einfach eingerichtet.
  • Die Größe der Tastatur ist an der unteren Grenze. Briefe schreiben mit dem 10-Fingersystem ist mühsam bis unmöglich.
  • Nette Programmauswahl für die täglichen Arbeiten.

Zweiter Eindruck

Bo\'s eee pc

  • Wo hat es einen simpleren Texteditor als Openoffice? -> Es gibt keinen!
  • Finde ich eine Shell im Menü? -> Nein, wer googelt weiss: ctrl+alt+T
  • Ok, sudo ist eingerichtet. Mit “sudo -i” werd ich root. Klappt wunderbar.
  • Oops, kann als root weder mit halt noch shutdown den eee herunterfahren. Geht nur über das GUI.
  • Mit Prozess killen hatte ich auch Probleme, das ging nur über den GUI-Task-Manager.
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