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	<title>Linux @ Home &#187; Linux</title>
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	<description>Pinguine, Politik undsoweiter...</description>
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		<title>Distributions-Test Nr. 9: *** PCLinuxOS 2010 ***</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 17:26:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linux Distributions Test]]></category>
		<category><![CDATA[distribution]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Jahre ist es her, seit ich PCLinuxOS das letzte mal getestet habe. Mittlerweile kenne ich auch die ihm zugrunde liegende Distribution Mandriva sehr gut. Ich war damals auf Anhieb begeistert, wie einfach eine gut durchdachte Desktop-Distribution sein kann, wenn die Macher sich wirklich auf das Wichtigste Konzentrieren: Die Zeit, die ein Benutzer für seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Drei Jahre ist es her, seit ich <a title="PCLinuxOS 2007 Review" href="http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-1-pclinux-os-2007/" target="_blank">PCLinuxOS das letzte mal getestet habe</a>. Mittlerweile kenne ich auch die ihm zugrunde liegende Distribution <a title="Mandriva Review" href="http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-7-mandriva-20091/" target="_blank">Mandriva</a> sehr gut. Ich war damals auf Anhieb begeistert, wie einfach eine gut durchdachte Desktop-Distribution sein kann, wenn die Macher sich wirklich auf das Wichtigste Konzentrieren: Die Zeit, die ein Benutzer für seine Tätigkeiten benötigt.</p>
<p><span id="more-648"></span></p>
<h2>Herkunft / Ursprung</h2>
<p>PCLinuxOS stammt von Mandriva ab. Vor allem 2007, als Ubuntu noch nicht so populär war, hatte es den 1. Platz in den <a title="Distrowatch" href="http://distrowatch.com/">Distrowatch</a>-Charts inne (meiner Meinung nach absolut zurecht, unter dem Gesichtspunkt der Benutzerfreundlichkeit gesehen). Noch immer ist Texstar (Bill Reynolds) der hauptverantwortliche Entwickler.</p>
<h2>Wichtigste Daten in Kürze:</h2>
<ul>
<li>Homepage: <a title="PCLinuxOS Webseite" href="http://www.pclinuxos.com">http://www.pclinuxos.com</a></li>
<li>Businessmodell: Keines (höchstens etwas Sponsoring auf der Webseite) / Spenden</li>
<li>Ungefähre Grösse der Vollversion als ISO-Image: 692 MB</li>
<li>LiveCD Funktion: Ja</li>
<li>Sprachen: Englisch, weitere Sprachen einfach installierbar</li>
<li>Abgeleitet von: Mandriva</li>
<li>Kernel: 2.6.32 mit BFS (Brain Fuck Scheduler)</li>
<li>Package-Management: Synaptic</li>
<li>Paketformat Standard: RPM</li>
<li>Release-Zyklus: Nach Jahreszahl</li>
<li>Standarddesktop: KDE / Gnome / XFCE u.s.w. (je nach Edition)</li>
<li>3D-Desktop / Desktopeffekte: In KWin integriert (Standard seit KDE 4) oder mit Compiz für andere Desktopmanager</li>
<li>Kosten für Updates und Support: Keine</li>
<li>Lizenz: Grösstenteils GPL V.2 oder 3. Proprietäre Treiber und Codecs / Flash / Java bereits enthalten</li>
<li>Forum: <a title="PCLinuxOS Forum" href="http://www.pclinuxos.com/forum/">http://www.pclinuxos.com/forum/</a></li>
<li>Dokumentation / Wiki: <a title="PCLinuxOS Wiki" href="http://www.pclinuxos.com/wiki/index.php/Main_Page">http://www.pclinuxos.com/wiki/index.php/Main_Page</a><a title="PCLinuxOS Wiki" href="http://www.pclinuxos.com/wiki/index.php/Main_Page" target="_blank"></a></li>
<li>Mitmachen: <a title="Mandriva Community Start" href="http://www.mandriva.com/en/community/start" target="_blank">http://www.mandriva.com/en/community/start</a></li>
</ul>
<h2>Besonderheiten dieser Version</h2>
<ul>
<li>Brain Fuck Scheduler BFS!</li>
<li>Scheinbar optimiert auf Geschwindigkeit</li>
<li>Unglaublich schnelle Installation</li>
</ul>
<h2>Erster Eindruck vom Desktop</h2>
<p>Ich muss als erstes sagen: Ja, PCLinxOS ist teilweise schnell, verdammt schnell sogar. Nicht nur beim Starten (denn das können ja mittlerweile viele), sondern auch beim Desktopeinsatz selbst. Dies könnte tatsächlich auch am Con Kolivas&#8217; (der hackende Anästhesist aus Australien) neuem Brain-Fuck-Scheduler (BFS) liegen, der Desktop-Prozessen generell eine höhere Priorität einräumen soll. Das macht Windows schon lange, aber das wird ja auch fast nur auf Desktops eingesetzt. Sollte sich bestätigen, dass mit BFS der Linux-Desktop endlich Realität wird, dürfte hoffentlich einer Aufnahme in den Mainline-Kernel nichts mehr im Wege stehen. Unverständlich ist aber, dass die Entwickler nicht daran gedacht haben, den Kernel mit der Option LATENCYTOP zu kompilieren, wie es bei Fedora beispielsweise schon lange gemacht wird. So kann man nur Vermutungen anstellen, ob und wie der Desktop nun dank BFS schneller sein könnte. Ich hätte wirklich gerne Tests gemacht mit handfesten Zahlen, aber so bleiben die üblichen subjektiven (und damit quasi wertlosen) Aussagen von mir, dass sich der Desktop eben „schneller anfühlt“</p>
<p>Die Fenster lassen sich auch unter Vollast noch absolut flüssig bedienen und bewegen, das ist wie gesagt nicht selbstverständlich für ein eigentlich auf Server ausgelegtes Betriebssystem, das normalerweise die Ressourcen fair verteilen soll.</p>
<div id="attachment_711" class="wp-caption alignnone" style="width: 727px"><a rel="attachment wp-att-711" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/attachment/pclos2010_desktop1/"><img class="size-large wp-image-711 " title="pclos2010_desktop1" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2010/06/pclos2010_desktop1-1280x800.png" alt=" Wie immer sehr störend: Klick-mich-installier-mich-Buttons auf dem Desktop..." width="717" height="448" /></a><p class="wp-caption-text"> Wie immer sehr störend: Klick-mich-installier-mich-Buttons auf dem Desktop...</p></div>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://www.linuxhome.ch/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<h2>Installation</h2>
<p>Die Installation ist die schnellste, die ich jemals hatte (zumindest bei einer Desktop-Distribution). Nach 2,5 Minuten durfte ich schon in das neue System booten und ca. 30 Sekunden später bereits einloggen (resp. Benutzerdetails eingeben). Das ist die positive Seite der fehlenden Software und Lokalisierungen. Trotzdem ist eine schnelle Installation in meinen Augen kein allzu wichtiges Feature einer Distribution, denn es ist ohnehin alles schneller als eine Windows-7 Installation, auch die fetteste Sabayon-Doppel-DVD mit allen 3D-Games.</p>
<h2>Startvorgang</h2>
<h2>Konfiguration</h2>
<p>Seltsamerweise hat sich die Konfiguration nicht wirklich vereinfacht im Vergleich zum letzten Test. Vielleicht liegt es auch eher daran, dass hier Mandriva die Latte äusserst hoch gelegt hat. Die Konfigurationselemente im PCLinuxOS-Kontrollzentrum sind nicht sehr logisch oder intuitiv aufgebaut. Mir ist bewusst, wie schwierig das sein kann, aber warum es einen Hauptpunkt &#8220;Dateifreigabe&#8221; gibt mit FTP und Webserver und wieder einen Hauptpunkt &#8220;Netzwerkschnittstellen&#8221;, unter dem man NFS und Samba-Einstellungen findet, leuchtet mir wirklich nicht ein. Die folgenden Bilder zeigen, wie die eigentliche Stärke des Konfigurationswerkzeuges zu einer Schwäche wird, nur durch die seltsame Menulogik. Man sollte sich bei PCLinuxOS überlegen, ob man das Ziel der Einsteigerfreundlichkeit nicht eher erreichen kann, wenn man fortgeschrittene Konfigurationen weglässt wie Ubuntu. Dort fühlen sich Anfänger sehr wohl, denn es gibt nicht allzuviele grafische Tools, mit denen man etwas kaputtmachen kann. Wer einen Netzwerkservicedienst aufsetzen will, braucht ohnehin ein gewisses Maß an Erfahrung, das gilt für alle Betriebssysteme. Nach wie vor begeistert bin ich von der Kindersicherungskonfiguration, die verschiedene Werkzeuge integriert und doch einfach zu konfigurieren ist. Da macht ein Konfigurationswerkzeug auch wirklich SInn, damit die Eltern beruhigt die Kinder am PC surfen lassen können.</p>
<div id="attachment_714" class="wp-caption alignnone" style="width: 450px"><a rel="attachment wp-att-714" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/attachment/pclos2010_config1/"><img class="size-medium wp-image-714 " title="pclos2010_config1" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2010/06/pclos2010_config1-440x300.png" alt="" width="440" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dateifreigaben und Samba unter &quot;Netzwerkschnittstellen&quot;...</p></div>
<div id="attachment_715" class="wp-caption alignnone" style="width: 450px"><a rel="attachment wp-att-715" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/attachment/pclos2010_config2/"><img class="size-medium wp-image-715  " title="pclos2010_config2" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2010/06/pclos2010_config2-440x300.png" alt="" width="440" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">...dafür Webserver und FTP unter &quot;Dateifreigabe&quot;?</p></div>
<div id="attachment_716" class="wp-caption alignnone" style="width: 591px"><a rel="attachment wp-att-716" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/attachment/pclos2010_config3/"><img class="size-medium wp-image-716  " title="pclos2010_config3" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2010/06/pclos2010_config3-581x300.png" alt="" width="581" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">...und zuguter letzt: Die Partitionsfreigabe im Netz unter &quot;Lokale Festplatten&quot;.</p></div>
<h2>Package-Management &amp; Softwareupdates</h2>
<p>PCLinuxOS setzt mit Synaptic auf ein äusserst stabiles Paket-Werkzeug. Leider gibt es kein Desktop-Applet (zumindest habe ich in der Standartinstallation keins gesehen), welches die Benutzer auf erhältliche Updates hinweist. Die Handhabung von Synaptic für Updates dürfte somit wieder die Anfänger etwas überfordern.</p>
<h2>Tools &amp; Programme</h2>
<p>Ein grosser Minuspunkt aus Einsteigersicht ist der Verzicht auf viele Softwarepakete, die in den meisten anderen Distributionen standarmäßig mit dabei sind. Beispiel Openoffice: Es lässt sich zwar mittels Desktop-Button, der ein Skript startet, installieren inkl. Sprachen, aber wer will das schon? Man wartet dann länger, als man es sich bei der Betriebssystem-Installation durch den eigentlichen Verzicht eingespart hat. Auch bei der nachträglichen Sprachinstallation (die schon bei früheren Releases gewisse Probleme bereitete) hat die Umsetzung einer guten Intention das Ergebnis verschlechtert:</p>
<div id="attachment_712" class="wp-caption alignnone" style="width: 495px"><a rel="attachment wp-att-712" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/attachment/pclos2010_newlocale1/"><img class="size-medium wp-image-712" title="pclos2010_newLocale1" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2010/06/pclos2010_newLocale1-485x300.png" alt="" width="485" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die erste Distribution, die einen bei einem Sprachwechsel mit unnötigen Dialogen zumüllt</p></div>
<div id="attachment_713" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a rel="attachment wp-att-713" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-pclinuxos-2010/attachment/pclos2010_newlocale2/"><img class="size-medium wp-image-713    " title="pclos2010_newLocale2" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2010/06/pclos2010_newLocale2-480x300.png" alt="" width="480" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nach der Sprachinstallation kommt regelmäßig diese Meldung (Bug?). Die Umbenennung von Standardordnern ist meiner Meinung nach die Sache des Benutzers, auch wenn dieser die Sprache geändert hat.</p></div>
<h2>Multimedia</h2>
<p>Die meisten Codecs und Plugins (MP3, Flash, Java) sind mit dabei, dadurch bleibt den Einsteigern das Nachinstallieren erspart.</p>
<h2>Desktopeffekte / 3D-Desktop / Leistung</h2>
<p>- Warum kein CONFIG_LATENCYTOP, wenn man doch schon für bfs Kernel hat? So gibt es keine Möglichkeit z.B. mit Fedora-Kerneln zu vergleichen (wo Latencytop im übrigen funktioniert). Bei Spielen mit 3D (OpenGL) fielen mir Leistungseinbrüche auf, die ich vorerst dem Brain Fuck Scheduler zuschreibe, was ich aber mangels oben erwähnten Kernelnoptionen nicht einfach beweisen kann.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Wie man in den <a title="Phoronix Benchmarks" href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=article&amp;item=linux_distro_fourway&amp;num=5">Phoronix-Benchmarks</a> sehen kann, ist PCLinuxOS tatsächlich schneller in gewissen Tests. In anderen wiederum langsamer. Dieses durchzogene Bild kann ich nach einer Testwoche bestätigen, es dürfte meines erachtens hauptsächlich am verwendeten BrainFuck-Scheduler liegen, der noch als experimentell anzusehen ist. Ohnehin fraglich was der BfS in einer Userfokussierten Distribution zu suchen hat. PCLinuxOS hat viel an Attraktivität für Einsteiger verloren, es ist an vielen Stellen weniger intuitiv geworden als seine Mitbewerber. Auch wenn sich sonst nicht wirklich viel  verändert hat am Gesamtbild von PCLinuxOS, so haben doch die meisten  anderen Distributionen den Vorsprung wettgemacht oder sogar überholt. Durch  einige &#8220;Verschlimmbesserungen&#8221; von PCLinuxOS verstärkt sich dieser Effekt noch. Was vor 3  Jahren noch speziell benutzerfreundlich war, ist heute quasi Standard.  Insofern muss sich PCLinuxOS mehr einfallen lassen als den BFS, um sich  von den anderen Distros abzuheben. Auch hat die fehlende  Standardsoftware und die unlogische Konfiguration Abzug verstärkt . 4 Pinguine sind absolut gerecht, mehr liegt einfach nicht  drin. Wirklich schade, aber positiv gesehen kann man sagen: Es gibt wieder viel Steigerungspotential!</p>
<table style="height: 117px;" border="0" width="694">
<tbody>
<tr>
<td align="left">
<h3>Pro:</h3>
</td>
<td align="left">
<h3>Kontra:</h3>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<ul>
<li>KDE 4.2 mit guter Auswahl an Plasmoiden</li>
<li>Delta-RPM&#8217;s und automatische Codec- und Sotfware-Installation</li>
<li>Äusserst gelungene Konfigurationswerkzeuge auch für komplexere Einsatzgebiete</li>
<li>Msec-Sicherheitsframework überraschend einfach aber auch flexibel, ideal für neugierige Einsteiger</li>
</ul>
</td>
<td align="left">
<ul>
<li>Installationsroutine mit Fehlern (Bootloader-Konfiguration erkannte Windows XP nicht)</li>
<li>Sehr konservativer Stil von KDE 4</li>
<li>Doppelklick (lasst unsere armen Armsehnen endlich in Frieden!)</li>
<li>Nervige Buttons auf dem Desktop</li>
<li>Nervige Dialoge bei der Sprachinstallation / Sprachwechsel</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Bewertung</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-354" href="http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-2-linux-mint-31/attachment/tux4/"><img class="alignnone size-full wp-image-354" title="tux4" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/05/tux4.png" alt="" width="228" height="50" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie man Checkpoint&#8217;s SSL Network Extender auf Linux einsetzt</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/wie-man-den-checkpoints-ssl-network-extender-auf-linux-einsetzt/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/wie-man-den-checkpoints-ssl-network-extender-auf-linux-einsetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 11:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[geek]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wie ich das Vergnügen hat, für eine VPN-Verbindung in&#8217;s Büro auf ein proprietäres Werkzeug angewiesen zu sein, der muss sich zuweilen zu helfen wissen, um das entsprechende Programm auch unter modernen Linuxen betreiben zu können. So auch bei &#8220;SSL Network Extender&#8221; von Checkpoint, das nicht auf ein die Standards (Cisco VPN, OpenVPN) aufsetzt, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Wer wie ich das Vergnügen hat, für eine VPN-Verbindung in&#8217;s Büro auf ein proprietäres Werkzeug angewiesen zu sein, der muss sich zuweilen zu helfen wissen, um das entsprechende Programm  auch unter modernen Linuxen betreiben zu können. So auch bei <a title="Checkpoint SSL Network Extender" href="http://www.checkpoint.com/products/ssl_network_ext/index.html" target="_blank">&#8220;SSL Network Extender&#8221; von Checkpoint</a>, das nicht auf ein die Standards (Cisco VPN, OpenVPN) aufsetzt, sondern ein eigenes, nicht offenes VPN-Format verwendet, das unter der Haube machen kann, was es will, denn niemand sieht es. Abgesehen davon, dass es ziemlich schwierig ist, ohne Kundenlogin an das SSLExtender Binary für Linux ranzukommen, ist das Teil auch noch sauschlecht programmiert, aber dazu komme ich später.</p>
<h2>Installation</h2>
<p>Die Installation ist einfach, das selbstextrahierende Shellskript wird ausgeführt und 3 Sekunden später ist das Programm installiert und bereit:</p>
<pre>./Check_Point_SNX_R66_HFA_01_For_Linux_800004013.sh
</pre>
<h2>Erste Zweifel</h2>
<p>Beim ersten Ausführen allerdings wird einem schon der erste Stock zwischen die Beine geworfen:</p>
<pre>snx
<span style="color: #ff0000;">snx: error while loading shared libraries: libstdc++.so.5: cannot open shared object file: No such file or directory</span></pre>
<p>Die Software hat also tatsächlich eine Versionsabfrage für die Grundbibliothek libstc++ hart eincodiert! Uns fehlen die Worte und erste Zweifel an der Programmierqualität (oder fehlt einfach die Erfahrung mit Linux?) des Hauses Checkpoint kommen auf&#8230; Aber wir wären keine echten Geeks, wenn wir dafür keinen Workaround fänden:</p>
<p>Für Fedora u.ä. steht dazu meist eine compat-Version bereit, die für ebensolche Fälle gemacht ist:</p>
<pre>yum install compat-libstdc++-33</pre>
<p>Achtung! Auf 64bit-Versionen muss die 32bit-Version explizit angegeben werden (denn natürlich hat Checkpoint keine 64bit-Version auf Lager):</p>
<pre>yum install compat-libstdc++-33.i686</pre>
<p>Für Ubuntu&#8217;s neuere Versionen gibt es diese gar nicht mehr, aber man kann sie einfach aus einem älteren Repository ziehen: <a title="Ubuntu Jaunty Repo" href="http://packages.ubuntu.com/jaunty/i386/libstdc++5/download" target="_blank">http://packages.ubuntu.com/jaunty/i386/libstdc++5/download</a></p>
<h2>Trügerischer Tunnelgräber</h2>
<p>Also auf geht&#8217;s mit einem neuen Versuch:</p>
<pre>snx -u BENUTZER -s SERVERNAME
<span style="color: #ff0000;">FATAL: Could not open tun.ko. No such file or directory
SNX: Virtual Network Adapter initialization and configuration failed. Try to reconnect.</span></pre>
<p>Oh je, warum zum Geier benötigt der SSL Network Extender das Tunnel-Kernelmodul? Eine kurze Suche im Internet bringt an&#8217;s Tageslicht, dass auch diese Abhängigkeit fest einprogrammiert ist, obwohl SSL Extender einen eigenen, proprietären VPN-Tunnel erstellt. Auf Fedora tritt dieser Fehler nicht auf, weil das Modul &#8220;tun&#8221; mit dem Standardkernel ausgeliefert wird. Unter Ubuntu jedoch ist dies Fehlanzeige, auch nachträglich lässt sich das Modul nicht installieren. Man müsste den Kernel neu übersetzen mit der entsprechenden Option. Aber wir sind doch nicht bescheuert und machen uns diese Mühe, bloss weil da ein paar Erstsemesterprogrammierer bei Checkpoint sizten! Das Modul muss einfach existieren, es muss überhaupt nix tun, also wird es einfach gefaked, siehe dazu auch: <a title="Ubuntuusers Wiki" href="http://wiki.ubuntuusers.de/Check_Point_SSL_Network_Extender" target="_blank">http://wiki.ubuntuusers.de/Check_Point_SSL_Network_Extender</a></p>
<pre>mkdir faketun
cd faketun
echo -e "#include &lt;linux/module.h&gt;\nstatic int start__module(void) {return 0;}\nstatic void end__module(void){return;}\nmodule_init(start__module);\nmodule_exit(end__module);"&gt;tun.c
echo -e "obj-m += tun.o\nall:\n\tmake -C /lib/modules/\$(shell uname -r)/build/ M=\$(PWD) modules\nclean:\n\tmake -C /lib/modules/\$(shell uname -r)/build/ M=\$(PWD) clean\nclean-files := Module.symvers"&gt;Makefile
make
sudo install tun.ko /lib/modules/`uname -r`/kernel/net/tun.ko
sudo depmod -a
</pre>
<p>Ab jetzt funktioniert SSLExtender auch auf Ubuntu und man kann in Ruhe von zu Hause aus arbeiten, auch mit diesem proprietären VPN-Tunnel. Dem Arbeiten am Wochenende steht nun nichts mehr im Wege, ausser man hat nebenbei noch ein Privatleben <img src='http://www.linuxhome.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<address><em>[1] http://www.checkpoint.com/products/ssl_network_ext/index.html<br />
[2] http://packages.ubuntu.com/jaunty/i386/libstdc++5/download<br />
[3]http://wiki.ubuntuusers.de/Check_Point_SSL_Network_Extender</em></address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Happy New Year und ein entdeckter Schatz</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/happy-new-year-und-ein-entdeckter-schatz/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/happy-new-year-und-ein-entdeckter-schatz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 17:16:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[geek]]></category>
		<category><![CDATA[Windows]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr, auf eine weitere Dekade! Pünktlich zum Jahresanfang stolperte ich auf die deutsche Übersetzung eines längeren Postings, das selber schon älteren Datums (aber immer noch absolut zutreffend) ist. Es beinhaltet eigentlich so ziemlich die beste Erklärung, warum Linux nie ein Windowsersatz ist und sein wird und warum viele verärgerte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr, auf eine weitere Dekade! Pünktlich zum Jahresanfang stolperte ich auf die deutsche Übersetzung eines längeren Postings, das selber schon älteren Datums (aber immer noch absolut zutreffend) ist. Es beinhaltet eigentlich so ziemlich die beste Erklärung, warum Linux nie ein Windowsersatz ist und sein wird und warum viele verärgerte Windowsbenutzer erst eher bei sich selbst eine Veränderung machen müssen, als einfach mal schnell &#8220;auf Linux&#8221; (meist Ubuntu heutzutage) zu wechseln. Die Lektüre lohnt sich absolut:<br />
<a title="Linux ist nicht Windows" href="http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/">http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Distributions-Test Nr. 8: *** FreeNAS ***</title>
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		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 15:12:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<category><![CDATA[bsd]]></category>
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		<category><![CDATA[Unix]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.linuxhome.ch/?p=545</guid>
		<description><![CDATA[OK ausnahmsweise, weil Feiertage sind, auch mal eine Nicht-Linux-Distribution auf dem Prüfstand. Nämlich FreeNAS, eine hochspezialisierte BSD-Unix-Variante mit einem NAS-Server, wie der Name ja schon andeutet, der als Live-Image oder &#8220;installierbares Image&#8221; gebraucht werden kann. Der Grund, weshalb ich auf FreeNAS kam, war, dass ich meine vielfältigen Heimnetz-Services, die sich über die Jahre in meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>OK ausnahmsweise, weil Feiertage sind, auch mal eine Nicht-Linux-Distribution auf dem Prüfstand. Nämlich<a title="FreeNAS.org" href="http://freenas.org/" target="_blank"> FreeNAS</a>, eine hochspezialisierte BSD-Unix-Variante mit einem NAS-Server, wie der Name ja schon andeutet, der als Live-Image oder &#8220;installierbares Image&#8221; gebraucht werden kann.</p>
<p>Der Grund, weshalb ich auf FreeNAS kam, war, dass ich meine vielfältigen Heimnetz-Services, die sich über die Jahre in meinen virtuellen CentOS&#8217;s angesammelt haben, konsolidieren wollte. Mit einem NAS (Network Attached Storage, also Diskplatz, der über verschiedene Dienste im Netz auf vielfältige Weise nutzbar gemacht wird) und einer Weboberfläche ist dies einfach lösbar und macht mehr Spass als &#8220;nur&#8221; mit einer Hardware-Appliance, die teuer ist, keine offene Software hat und meist auch weniger Services anbietet.</p>
<h2>Herkunft / Ursprung</h2>
<p>FreeNAS ist ein kleines FreeBSD und wurde von Olivier Cochard und Volker Theile geschaffen. Heute besitzt iX-Systems FreeNAS, aber es wird natürlich als Opensource-Projekt weitergeführt.</p>
<h2>Wichtigste Daten in Kürze:</h2>
<ul>
<li>Homepage: <a title="FreeNAS Homepage" href="http://www.freenas.org" target="_blank">http://www.freenas.org</a></li>
<li>Ungefähre Grösse der Vollversion als ISO-Image: 80 MB</li>
<li>LiveCD Funktion: Ja</li>
<li>Sprachen: Div. Übersetzungen</li>
<li>Abgeleitet von: FreeBSD 7.2</li>
<li>Standarddesktop: Keinen, vollständige Steuerung mit Webinterface</li>
<li>Kosten für Updates und Support: Keine (BSD-Lizenz)</li>
<li>Lizenz: BSD</li>
<li>Dokumentationen: <a title="FreeNAS Setup and User Guide" href="http://freenas.org/documentation:setup_and_user_guide" target="_blank">http://freenas.org/documentation:setup_and_user_guide</a></li>
<li>Forum: <a title="FreeNAS Forum" href="http://sourceforge.net/apps/phpbb/freenas/index.php" target="_blank">http://sourceforge.net/apps/phpbb/freenas/index.php</a></li>
<li>Wiki / Knowledgebase: <a title="FreeNAS Knowledgebase" href="http://www.freenaskb.info/kb/" target="_blank">http://www.freenaskb.info/kb/</a></li>
<li>Bugtracker: Bugzilla =&gt; <a title="FreeNAS Bugtracker" href="http://sourceforge.net/tracker/?group_id=151951&amp;atid=782616" target="_blank">http://sourceforge.net/tracker/?group_id=151951&amp;atid=782616</a></li>
<li>Mitmachen: <a title="Beitragen zu FreeNAS" href="http://freenas.org/community:how_to_contribute" target="_blank">http://freenas.org/community:how_to_contribute</a></li>
</ul>
<h2><span id="more-545"></span>Installation</h2>
<p>Trotz der Tatschache, dass es sich um ein waschechtes FreeBSD handelt, lässt sich diese Variante <a title="Installation on Disk or embedded" href="http://freenas.org/documentation:setup_and_user_guide:installing_freenas_on_disk" target="_blank">kinderleicht installieren</a>. Es ist keinerlei Kontakt mit einer Kommandozeile nötig, aber wenn man will, gibt es sie als Auswahloption im Textmenü. Man kann auch nur mit der LiveCD (oder USB etc.) arbeiten, nur muss die Konfiguration ja ohnehin gespeichert werden, also warum nicht gleich eine Installation auf einem USB-Stick (man benötigt dafür nur ca. 100MB). Der Vorteil ist dann auch, dass die vorhandenen Harddisks des Systems komplett für die Services benutzt werden können, während das Betriebssystem auf dem USB-Stick liegt und beim Start in&#8217;s Memory geladen werden. Das Startmenü muss man eigentlich nur einmal aufrufen, um die Netzwerkkonfiguration zu aktivieren (mit DHCP ist das mit ein paar Tastendrücken erledigt), dann kann man den Rest eigentlich schon über das Webinterface konfigurieren, welches ziemlich selbsterklärend ist, solange man keine exotischen Disk-Setups erstellen will.</p>
<p>So sieht es nach der Installation auf der Konsole selbst aus, man braucht diese Konsole aber nur einmal zum Konfigurieren der Netzwerkkarte(n):</p>
<p><a rel="attachment wp-att-572" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/attachment/freenas_console/"></a><a rel="attachment wp-att-572" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/attachment/freenas_console/"><img class="size-full wp-image-572 alignnone" title="Freenas_console" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/12/Freenas_console.jpg" alt="FreeNAS Konsole" width="550" height="332" /></a></p>
<h2>Konfiguration</h2>
<p>Das Prinzip ist einfach: FreeNAS nimmt immer die gesamte Disk und macht ein UFS drauf. Mit etwas mehr Know-How kann man natürlich auch ein Software-Raid, iSCSI, ZFS u.ä. verwenden. Da ich als alter Hase in Unix/Linux-Administration schön brav DNS-Aliase verwendet habe, musste ich nur die Pfade für die NFS-Backups anpassen, während die CIFS-Freigaben sogar dieselben Namen hatten. Mit der Feinarbeit für Unison/SSH/RSync dauerte die ganze Umstellung ca. 4 Stunden (was nichts ist im Vergleich zu der Zeit, die ich benötigte um damals alle diese Services manuell mit CentOS einzurichten, aber Lern-Zeit ist niemals verlorene Zeit).<br />
<a rel="attachment wp-att-551" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/attachment/freenas1/"></a><a rel="attachment wp-att-551" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/attachment/freenas1/"><img class="alignnone size-full wp-image-551" title="FreeNAS Startseite" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/12/freenas1.png" alt="FreeNAS Startseite" width="494" height="506" /></a></p>
<p>Nicht zu unterschätzen ist bei FreeNAS die &#8220;Coolness&#8221;, dass man sogar I-Tunes beliefern kann und ein ZFS als Dateisystem einsetzen kann (ZFS ist quasi Raid und LVM in einem), da ZFS von SUN ist und die Solaris-Welt im Sturm erobert hat (zurecht), ist es toll, dieses Enterprise-Dateisystem als Privater so einfach einsetzen zu können (es ist wirklich ganz einfach zu administrieren, auch manuell):</p>
<p><a rel="attachment wp-att-563" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/attachment/freenas_zfs-2/"></a><a rel="attachment wp-att-563" href="http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/attachment/freenas_zfs-2/"><img class="alignnone size-full wp-image-563" title="freenas_zfs" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/12/freenas_zfs1.png" alt="FreeNAS ZFS Einstellungen" width="816" height="317" /></a></p>
<p>Die Benutzer habe ich lokal eingerichtet, es sind ja nicht viele. Es wäre eine Autorisation mit LDAP und ADS möglich, aber da es keine Möglichkeit gibt, Benutzerquotas einzurichten, disqualifiziert sich FreeNAS leider für den Einsatz in grösseren Umgebungen mit vielen Benutzern.</p>
<h2>Dokumentation</h2>
<p>Die Dokumentation ist nicht gerade üppig, eigentlich ist alles ein Trac-Projekt. Es gibt auch eine <a title="FreeNAS Knowledgebase" href="http://www.freenaskb.info/kb/">Knowledgebase</a>, aber auch diese scheint noch nicht im Wiki-Zeitalter angekommen zu sein. Aber wer nicht weiss, was DAAP (quas iTunes Server) oder UPnP (z.B. für Audio- und Video Streaming zur Playstation 3) bedeutet, sollte es auch nicht einsetzen. Leider entspricht dies auch dem Umgangston mit Neulingen im <a title="FreeNAS Forum" href="http://sourceforge.net/apps/phpbb/freenas/index.php" target="_blank">Forum</a>, aber wie gesagt, es ist BSD, freiere Software gibt es kaum.</p>
<h2>Die Zukunft von FreeNAS</h2>
<p>FreeNAS wurde unlängst von iX-Systems gekauft, wird aber weiterhin als Community-Projekt weiterbestehen. Interessant wird sicher der Wechsel zu FreeBSD 8, womit ZFS produktionsreif swerden soll (was es auch jetzt eigentlich ist).</p>
<p>Offenbar gab es bereits einen &#8220;Fork&#8221; zu &#8220;OpenmediaVault&#8221; (im Moment noch unter der Projektseite von &#8220;<a title="CoreNAS.org" href="http://freenas.org/documentation:setup_and_user_guide:installing_freenas_on_disk" target="_blank">Corenas</a>&#8220;), welches ein kleines Debian-GNU/Linux als Grundlage verwenden soll. Darin dürfte das coole ZFS kaum Eingang finden, aber ansonsten öffnet dieser Schritt natürlich die Tore zu einfacherere Hardwareerkennung, viel mehr Dateisystemen (BTRFS, EXT3/4 etc.) und es gibt einfach mehr Entwickler, die Linux verstehen, da BSD ausserhalb der Universitäten kaum eine grosse Community hat (wahrscheinlich werde ich bald korrigiert von einem BSD-Profi, also jetzt schon ein Sorry, dies ist meine persönliche Wahrnehmung als BSD-Aussenstehender).</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>FreeNAS ist cool und es macht viel Spass, es zu installieren und zu konfigurieren. Danach läuft es einfach vor sich hin, also hat man eigentlich nur 2 Stunden Spass <img src='http://www.linuxhome.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Der Vorteil, dass man die Benutzer via LDAP und ADS autorisieren könnte, wird leider praktisch zunichte gemacht durch das Fehlen von Benutzerquotas. Der einzige Weg zu Quotas wäre, jedem Benutzer einen ZFS-Datensatz (diese können in der Grösse limitiert werden) zuzuweisen, aber das ist natürlich keine Option bei mehr als 5 Benutzern und entspräche nicht dem Einsatzzweck von ZFS-Datensätzen. Schade, denn sonst wäre alles da: Mailversand, S.M.A.R.T., SNMP, SNMPTraps, USV-Unterstützung, Hard- und Software Kryptologie, Hard- und Software-Raid etc.</p>
<table style="height: 117px;" border="0" width="694">
<tbody>
<tr>
<td align="left">
<h3>Pro:</h3>
</td>
<td align="left">
<h3>Kontra:</h3>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<ul>
<li>Stabiles FreeBSD</li>
<li>Einfache Installation (wenn die Bildschirmausgabe gelesen wird)</li>
<li>Einfache Konfiguration via Webinterface</li>
<li>Hard- und Software-Raid</li>
<li>Hard- und Software-Crypto</li>
<li>ZFS ist cool</li>
</ul>
</td>
<td align="left">
<ul>
<li>Free-BSD unterstützt u.U. nicht alle Hardware</li>
<li>keine Quotas!</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Bewertung</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-356" href="http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-1-pclinux-os-2007/attachment/tux5/"></a><a rel="attachment wp-att-356" href="http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-1-pclinux-os-2007/attachment/tux5/"><img class="alignnone size-full wp-image-356" title="tux5" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/05/tux5.png" alt="5 Tuxe" width="228" height="50" /></a></p>
<p>Ja, auch ein BSD-System bekommt von mir nur Tuxe, keine Teufelchen. Die Bewertung ist hinsichtlich des Einsatzzweckes als NAS zu interpretieren. Es ist für den Gebrauch in kleineren Umgebungen mit nicht allzuvielen Benutzern das perfekte NAS. Das Nichtvorhandensein von User-Quotas hingegen verhindert die Bestnote.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.linuxhome.ch/linux/distributions-test-nr-8-freenas/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Linux&#8217; Huge Pages für Oracle nutzbar gemacht.</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/linux-huge-pages-fur-oracle-nutzbar-gemacht/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/linux-huge-pages-fur-oracle-nutzbar-gemacht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 13:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[geek]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.linuxhome.ch/?p=498</guid>
		<description><![CDATA[Huge Pages [1] kennt jedes moderne Betriebssystem. Die Frage ist lediglich, ob Applikationen diese direkt nutzen können. Unter Linux müssen die Applikationen dies explizit anfordern. Es macht für grosse Serverapplikationen durchaus Sinn, Überlegungen anzustellen, ob man diese Möglichkeit nutzen soll. Oracle ist hierfür ein sehr gut geeignetes Beispiel. Schon ab 2GB Shared Memory (wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Huge Pages [<a title="Quellen 1" href="#1">1</a>] kennt jedes moderne Betriebssystem. Die Frage ist lediglich, ob Applikationen diese direkt nutzen können. Unter Linux müssen die Applikationen dies explizit anfordern. Es macht für grosse Serverapplikationen durchaus Sinn, Überlegungen anzustellen, ob man diese Möglichkeit nutzen soll. Oracle ist hierfür ein sehr gut geeignetes Beispiel. Schon ab 2GB Shared Memory (wenn man mehrere Instanzen hat und genügend Memory zur Verfügung stehen) lohnt sich die Konfiguration von dediziertem Speicherplatz bestehend aus Huge Pages. Da aber Oracle selber nicht automatisch Huge pages anfordert, reservieren wir einfach den voraussichtlichen Bereich im Shared Memory. Dies wird durch Kernelvariablen erledigt, entweder mit dem Kommando <em>sysctl </em>(für das laufende System) oder persistent in der Datei <em>/etc/sysctl.conf</em>. Im folgenden Beispiel habe ich einen Server mit 72GB RAM auf 48GB Shared Memory konfiguriert. Von einer huge page-Grösse von 2MB ausgehend reservieren wir die entsprechende Anzahl huge pages, um auf die 48GB zu kommen. Durch die Angabe einer Gruppe wird der Bereich exklusiv für die Gruppe &#8220;dba&#8221; reserviert.<br />
<span id="more-498"></span></p>
<pre># Oracle 10 und 11:
# Total SHM 48GB:
kernel.shmmax = 51539607552
# Tot. installed memory = shmall * PAGE_SIZE (4096)
kernel.shmall = 18874368
kernel.shmmni=4096
# A hugepage is 2048kb, so 24576 hugepages support a total
# SGA of all instances up to 48 GB (the actual shmmax size)
vm.nr_hugepages = 24576
# Owner is dba group:
vm.hugetlb_shm_group = 504</pre>
<p>Will man diese Variablen schon ohne Reboot im laufenden Betrieb aktivieren, benutzt man das Kommando <em>sysctl -p</em> .</p>
<p>Nun darf man auf keinen Fall vergessen (wie es mir passiert ist), auch die Limite des vom Benutzer Oracle zu reservierendem Gesamtspeicher in der Datei /etc/security/limits.conf anzupassen. Sonst gäbe es später unterhaltsame Fehlermeldungen beim Starten neuer Oracle-Instanzen. Also wird die obige Anzahl mit der Grösse der Huge Pages (hier 2048 KB) gerechnet. Hier ein Beispiel, das auch alle anderen empfohlenen Angaben für den Benutzer Oracle enthält:</p>
<pre>oracle               soft    nproc   16384
oracle               hard    nproc   16384
oracle               soft    nofile  1024
oracle               hard    nofile  65536
# Mind. die reservierten huge pages (anz. * 1024 * 2):
oracle               soft    memlock 50331648
oracle               hard    memlock 50331648
oracle               -       stack   32768</pre>
<p>Beim nächsten Login des Benutzers &#8220;Oracle&#8221; sind diese Limiten aktiv. Kontrollieren kann man die aktuellen Limiten z.B. mit <em>ulimit -a</em>.</p>
<p>Sind alle Einstellungen aktiv, sieht man ganz schnell, ob Oracle nun die Huge Pages nutzt, indem man <em>cat /proc/meminfo</em> ausführt und bei &#8220;HugePages_Rsvd:&#8221; eine Zahl grösser als 0 erhält. Im folgenden Auszug ist auch schön zu erkennen, dass man so die Standardgröße der Huge Pages herausfinden kann:</p>
<pre>HugePages_Total: 24576
HugePages_Free:  23654
HugePages_Rsvd:    353
Hugepagesize:     2048 kB</pre>
<address>Quellen:</address>
<address><a name="1">[1]</a><a title="Wikipedia Huge Pages" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Huge_pages#Huge_pages" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Huge_pages#Huge_pages</a></address>
<address><a name="2">[2]</a><a title="Redhat Oracle Optimization Doc" href="http://www.redhat.com/docs/manuals/enterprise/RHELTuningandOptimizationforOracleV11.pdf">http://www.redhat.com/docs/manuals/enterprise/RHELTuningandOptimizationforOracleV11.pd</a></address>
<address><a name="3">[3]</a><a title="Puschitz Installing Oracle 10G on RHEL Doc" href="http://www.puschitz.comInstallingOracle10g.shtml#CheckingKernelParameters">http://www.puschitz.comInstallingOracle10g.shtml#CheckingKernelParameters</a></address>
<p>Hier noch alle Oracle-relevanten Einträge von <em>/etc/sysctl.conf</em> für den Server mit 72GB RAM (2 x Quadcore CPU):</p>
<pre># Oracle 10 und 11:
# Total SHM 48GB:
kernel.shmmax = 51539607552
# Tot. installed memory = shmall * PAGE_SIZE (4096)
kernel.shmall = 18874368
kernel.shmmni=4096
# A hugepage is 2048kb, so 24576 hugepages support a total
# SGA of all instances up to 48 GB (the actual shmmax size)
vm.nr_hugepages = 24576
# Owner is dba group:
vm.hugetlb_shm_group = 504

# Semaphores:
kernel.sem=250 32000 100 142

# VM Swapping Tuning acc. to RHEL 5 Oracle Deployment Recommendations
vm.swappiness=10
vm.dirty_background_ratio=3
vm.dirty_ratio=15
vm.dirty_expire_centisecs=500
vm.dirty_writeback_centisecs=100

# Oracle 10 &#038; 11:
fs.file-max=6815744
fs.aio-max-nr = 1048576
net.core.rmem_default=262144
net.core.wmem_default=262144
net.core.rmem_max=4194304
###net.core.wmem_max<code>=262144
# Oracle 11:
net.core.wmem_max=1048576
net.ipv4.ip_local_port_range=1024 65000

# Oracle 10 und 11:
# Total SHM 48GB:
kernel.shmmax = 51539607552
# Tot. installed memory = shmall * PAGE_SIZE (4096)
kernel.shmall = 18874368
kernel.shmmni=4096
# A hugepage is 2048kb, so 24576 hugepages support a total
# SGA of all instances up to 48 GB (the actual shmmax size)
vm.nr_hugepages = 24576
# Owner is dba group:
vm.hugetlb_shm_group = 504

# Semaphores:
kernel.sem=250 32000 100 142

# VM Swapping Tuning acc. to RHEL 5 Oracle Deployment Recommendations
vm.swappiness=10
vm.dirty_background_ratio=3
vm.dirty_ratio=15
vm.dirty_expire_centisecs=500
vm.dirty_writeback_centisecs=100

###fs.file-max=65536
# For Oracle 11:
fs.file-max=6815744
fs.aio-max-nr = 1048576

net.core.rmem_default=262144
net.core.wmem_default=262144
net.core.rmem_max=4194304
###net.core.wmem_max=262144
# For Oracle 11:
net.core.wmem_max=1048576
net.ipv4.ip_local_port_range=1024 65000</pre>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kritik an KDE 4.3.5 und Mandriva 2010.0</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/kritik-an-kde-4-3-5-und-mandriva-2010-0/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/kritik-an-kde-4-3-5-und-mandriva-2010-0/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 15:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linux Distributions Test]]></category>
		<category><![CDATA[distribution]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.linuxhome.ch/?p=491</guid>
		<description><![CDATA[In eigener Sache möchte ich meinem Ärger etwas Luft machen: Warum wurde Mandriva 2010.0 so früh freigegeben? Der Update von 2009.1 dürfte bei 30% der Benutzer (diejenigen, welche die Distribution nicht nur als Windows-Ersatz benutzen) Probleme gemacht haben (so wie mir). Auch nach einer frischen Installation bin ich nicht überzeugt, dass die neue Version Produktionsreife [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>In eigener Sache möchte ich meinem Ärger etwas Luft machen: Warum wurde Mandriva 2010.0 so früh freigegeben? Der Update von 2009.1 dürfte bei 30% der Benutzer (diejenigen, welche die Distribution nicht nur als Windows-Ersatz benutzen) Probleme gemacht haben (so wie mir). Auch nach einer frischen Installation bin ich nicht überzeugt, dass die neue Version Produktionsreife hat!</p>
<p>Aber der Reihe nach: Vor ein paar Tagen erhielten alle Benutzer vom Mandriva-Update-Applet die Möglichkeit, ihre Version 2009.1 auf die neueste 2010.0 zu aktualisieren. Im Glauben, im Jahre 2009 sei es endlich möglich, einen Distributionsupgrade sauber durchzuführen, hat mein Spieltrieb gesiegt und nach ca. 30 Minuten war schon alles Vorbei. Leider hörte der Prozess mit einer Fehlermeldung auf, trotzdem schien der Prozess als Ganzes durchgelaufen zu sein, denn ich hatte nicht allzuviel spezielle Repositories aktiviert. Leider funktionierte nach dem Reboot kein Update-Prozess mehr. Nicht lange gefackelt und eine Komplett-Neuinstallation gemacht (dauert auch nur 20-30 Minuten). Natürlich glänzt Mandriva mit den neuesten Features: 2.6.31er-Kernel, Kernel-Modesetting, falls der Grafikchip es unterstützt, ein sauberes und hochkontrastiges Layout, wirklich sehr edel. Aber trotz allem noch unreif, denn KDE kränkelt immer noch an Grundsätzlichem: Man kann weder Social Desktop noch das Twitter-Applet (Microblogging) hinzufügen, ohne dass der Plasma-Desktop abstürzt. Die semantische Desktopsuche funktioniert immer noch nicht per Default, nein, man kann sie noch nicht einmal aktivieren, da das Soprano-Backend fehlt (zumindest sagt die Fehlermeldung das, denn installiert wäre das Backend sehr wohl!). Als kleinen Scherz meldet das Mandriva-Update dann auch noch, es wäre eine neue Version erhältlich: 2009.1, tja, warum zur Abwechslung nicht mal ein Downgrade <img src='http://www.linuxhome.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   (dieser Bug wurde heute gefixt). Zu meinem persönlichen Ärger scheint ein Problem mit HAL die Arbeit als Benutzer in KDE mit verschlüsselten externen USB-Disks (oder Keys) zu verunmöglichen.</p>
<p>Versteht mich bitte nicht falsch, Mandriva ist nach wie vor eine exzellente Distro mit unglaublich guten grafischen Konfigurationswerzeugen. Aber ich habe den leisen Verdacht, dass Mandriva möglichst zeitnah zu Windows 7 oder Ubuntu 9.10 veröffentlicht werden sollte, koste es was es wolle und wie bei Ubuntu sind einfach zu viele Fehler noch offensichtlich vorhanden. Es scheint wie so häufig zu wenig Zeit und Ressourcen zum Testen gegeben zu haben (an der mangelnden Bereitschaft, Bugreports einzusenden kann es nicht mehr liegen). Ein grosser Teil der Kritik gilt KDE 4.3.5 insbesondere: Man fragt sich, warum die Architektur zulässt, dass Plasmoiden, welche von Nicht-Profis entwickelt werden (was ja auch so sein soll, damit eine kreative Vielfalt entstehen kann), den Plasma-Desktop immer noch so einfach zum Absturz bringen können. Dies ist für mich das Hauptärgernis am Desktop, das darf einfach nicht passieren, es braucht eine viel bessere Abgrenzung gegen die Hauptressourcen (Prozesse, Speicher) vom Plasma-Desktop!</p>
<p><strong>Nachtrag</strong>: Etwas überraschend positives ist dafür von Pulseaudio zu vermelden: Mit mehreren Soundkarten (Onboard 5.1, USB-Headset kabellos) ist es problemos und vor allem kinderleicht möglich, jede Soundausgabe zu steuern (Sound aus den 5.1 Boxen, dass die Wände wackeln und der Nachbar sauer wird, und telefonieren mit dem Headset, oder umgekehrt, wenn man will). Das war schon vorher möglich, aber es scheint nun sehr stabil und zuverlässig zu funktionieren und die Steuerelemente von Pulseaudio-Control wurden vereinfacht und sind intuitiv.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Linux-Distributions Test Nr. 7: *** Mandriva 2009.1 ***</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-7-mandriva-20091/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-7-mandriva-20091/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 16:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linux Distributions Test]]></category>
		<category><![CDATA[distribution]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.linuxhome.ch/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[ ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Obwohl gerade erst der <a title="Fedora 11 Leonidas" href="http://fedoraproject.org/">Fedora 11-Löwe</a> in die freie Wildbahn entlassen wurde, dachte ich mir, „den sollen andere testen“. Da Fedora sowieso auf den meisten meiner Maschinen läuft, wäre ich ohnehin befangen.</p>
<p>Dem einsteigerfreundlichen <a title="PCLinuxOS Homepage" href="http://www.pclinuxos.com/">PCLinuxOS</a> die Basis bietend steht Mandriva schon seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste zum Testen.</p>
<p>Zurzeit (nicht zuletzt dank dem neuen Release) auf Platz 6 von <a title="Distrowatch Foresight" href="http://distrowatch.com/table.php?distribution=foresight">Distrowatch</a> finden wir Mandriva, welches noch bis ca. 2005 Mandrake hiess. Mehr zur Herkunft, Geschichte und viele Details zu dieser großen Distribution sind in <a title="Wikipedia Mandriva" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mandriva">Wikipedia</a> zu finden. So kann ich mich gut auf die Details konzentrieren, welche Mandriva von anderen Distributionen abhebt. Und das sind schließlich immer noch genug.</p>
<h2>Herkunft / Ursprung</h2>
<p>Gem.  <a title="Wikipedia Mandriva" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mandriva">Wikipedia</a> und der <a title="GNU_Linux_distro_timeline" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/62/GNU_Linux_distro_timeline.png">Linux-Distributions-Geschichtstafel</a> wurde Mandriva (dass vor einem Namenskonflikt eben noch Mandrake hiess) von Redhat abgeleitet (genauer: 1998 von Gaël Duval). Diese Herkunft ist ja bereits ein gutes Zeichen.</p>
<h2>Wichtigste Daten in Kürze:</h2>
<ul>
<li>Homepage: <a title="Mandriva Homepage" href="http://www.mandriva.com" target="_blank">http://www.mandriva.com</a></li>
<li>Businessmodell: Verkauf von div. Server- und Desktopversionen, auch USB-Sticks</li>
<li>Ungefähre Grösse der Vollversion als ISO-Image: 690 MB</li>
<li>LiveCD Funktion: Ja</li>
<li>Sprachen: Div. Übersetzungen</li>
<li>Abgeleitet von: RedHat</li>
<li>Kernel: 2.6.29</li>
<li>Package-Management: rpmdrake (grafisch) und urpmi (CLI)</li>
<li>Paketformat Standard: RPM</li>
<li>Release-Zyklus: Ungefähr nach Jahreszeiten (z.B. „Spring Edition“)</li>
<li>Standarddesktop: KDE</li>
<li>3D-Desktop / Desktopeffekte: In Kwin integriert (Standard seit KDE 4)</li>
<li>Kosten für Updates und Support: Je nach Lizenz der kommerziellen Version ab 49 Euro. Keine Kosten (Wiki, Foren) für die freien Versionen</li>
<li>Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Unfreie Software in den kommerziellen Versionen enthalten</li>
<li>Dokumentationen: <a title="Mandriva Dokumentation" href="http://doc.mandriva.com/" target="_blank">http://doc.mandriva.com/</a></li>
<li>Forum: <a title="Mandriva Forum" href="http://forum.mandriva.com/" target="_blank">http://forum.mandriva.com/</a></li>
<li>Wiki: <a title="Mandriva Wiki" href="http://club.mandriva.com/xwiki/bin/view/KB/" target="_blank">http://club.mandriva.com/xwiki/bin/view/KB/</a></li>
<li>Bugtracker: Bugzilla =&gt; <a title="Mandriva Bugs" href="https://qa.mandriva.com/" target="_blank">https://qa.mandriva.com/</a></li>
<li>Mitmachen: <a title="Mandriva Community Start" href="http://www.mandriva.com/en/community/start" target="_blank">http://www.mandriva.com/en/community/start</a></li>
</ul>
<h2>Besonderheiten dieser Version</h2>
<ul>
<li>MSEC Sicherheitspaket</li>
<li>Zentrale Konfiguration mit drakconf und den draktools</li>
<li>Schnelle Updates durch Delta-RPM&#8217;s</li>
</ul>
<h2>Erster Eindruck vom Desktop</h2>
<p>Auch Mandriva schliesst sich dem allgemeinen Trend zur Einfachheit auf dem Desktop an. Die Schriften und die Kontrollleiste sind in der Standardeinstellung etwas zu klein für kurzsichtige Benutzer. Die feine Auswahl an Extra-Plasmoiden gefällt mir. Man merkt, dass die Mandriva-Designer den Wechsel von KDE 3 zu 4 sehr sanft machen wollten, denn es sieht auf den ersten Blick eher wie eine 3er Version aus.<br />
Prinzipiell zu KDE 4.2 noch ein paar Anmerkungen: Dank den Features und der Stabilität (endlich) von KDE 4.2 in der Grundinstallation lässt es nun meines Erachtens auch MacOSX hinter sich (bei passenden Grafikkartentreibern umso mehr). Die noch vorhandenen Bugs (Semantischer Desktop, Plasma-Activities, automatische Plasmoideninstallation) werden durch die standardmäßig vorhandenen Features (PowerDevil, SVN-Integration, Unterstützung von verschlüsselten Partitionen und USB-Sticks im Dateimanager Dolphin) mehr als ausgeglichen. Auch die Plasmoiden-Entwicklung in der Community nimmt jetzt an Fahrt auf, es wird künftig sicher noch viele tolle Spielzeuge mehr geben <img src='http://www.linuxhome.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Es wird endlich Zeit, einmal selber so ein Ding zu programmieren, was ich mir schon seit über einem Jahr immer wieder vornehme. Ich finde es erstaunlich, wie sehr man KDE4 visuell verändern kann auch ohne spezielle Kenntnisse, was es den Distributoren ermöglicht, eindeutige Merkmale bereitzustellen bei maximaler Portierbarkeit. Das war natürlich auch schon bei den Vorgängern so, aber nicht in dem Masse wie heute. Soviel also zu KDE unter Mandriva, bitte entschuldigt die Abschweifung.</p>
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				</a>
<p>Leider wird die Freude am aufgeräumten Desktop etwas getrübt durch Icons wie „Herzlich Willkommen“, „Join Mandriva“ und gar „Upgrade to Powerpack“, gerade letzteres ist in einer reinen Community-Version ein Unding, aber wir wollen mal nicht zu pingelig sein, denn wie bereits erwähnt hat Mandriva auch kommerzielle Distributionen im Programm und dadurch natürlich auch ein bisschen kommerzielle Interessen.</p>
<p><span id="more-386"></span></p>
<h2>Installation</h2>
<p>DrakX in Zusammenarbeit mit DiskDruid macht die Installation zum Kinderspiel. Komplexere Setups müssen aber auch hier manuell erledigt werden. Ärgerlich war bei mir allerdings, dass eine bestehende Windows-Installation nicht erkannt wurde und ich sie manuell im grub konfigurieren musste. Es könnte einen Benutzer anfangs doch ein bisschen Erschrecken, wenn er seine Windowspartition nicht im Grub-Auswahlbild sieht, kann ich mir durchaus vorstellen&#8230; Die Installation dauert übrigens fast so lange wie eine Fedora-DVD-Installation obwohl nur eine CD benutzt wird.</p>
<h2>Startvorgang</h2>
<p>Der Startvorgang geht erfreulich schnell vonstatten, realisiert durch diverse Optimierungen am klassischen Init-Startvorgang und am udev-Subsystem. Glaubt man den Medien, bekommt man das Gefühl, die Bootzeit ist eines der wichtigsten Kriterien geworden, und das ausgerechnet bei einem Betriebssystem, welches nur bei Kernel- oder Hardwarewechsel neu gestartet werden muss.</p>
<p>Der erste Start bietet Licht und Schatten: Zuerst war ich von der automatischen Aktualisierung vor dem ersten Login begeistert. Dadurch werden alle sicherheitsrelevanten Aktualisierungen eingespielt, bevor der Benutzer seine Programme startet. Dank den Delta-RPM&#8217;s geht das ganz flink (wenn ich da an meine alte WinXP SP1 CD denke, die würde heute so ca. 3 Stunden für den ersten Update brauchen, wohlgemerkt nachdem der Benutzer eingeloggt und mit dem bösen Internet verbunden ist, *schauder*).</p>
<p>Leider wird der gute Eindruck beim ersten Einloggen gleich wieder getrübt durch ein erzwungenes Formular zur Registrierung . Man kann es natürlich weg-klicken, aber so etwas Dreistes geht eigentlich gar nicht, schliesslich handelt es sich hier nicht um irgendeine Beta-Windows-Version.</p>
<h2>Konfiguration</h2>
<p>Hiervon sollten sich einige Distributionen ein großes Stück abschneiden (PCLinuxOS macht genau das). Die Draktools nähern sich der Perfektion. Ich glaube, damit kann tatsächlich auch ein Neuling gewisse Services und Setups zustandebringen, wofür er sonst Hilfe beanspruchen oder sehr viel Geld ausgeben müsste.</p>
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<p>Als Paradebeispiel sei hier die Kindersicherung erwähnt: Ein kompliziertes Zusammenspiel von mehreren Programmen (Squid, Dansguard, Shorewall) ist sonst auch für den erfahrenen Admin eine zeitraubende Herausforderung. Aber hier erhält man tatsächlich mit ein paar Klicks einen passablen Schutz der jüngsten Familienmitglieder.  Natürlich hat die starke Vereinfachung den üblichen Effekt: Weitergehende Änderungen bedingen trotzdem die tiefere Kenntnis der eingesetzten Tools. Auf jeden Fall  bin ich schwer beeindruckt.</p>
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<h2>Package-Management &amp; Softwareupdates</h2>
<p>Rpmdrake als grafisches Frontend für urpmi arbeitet absolut zuverlässig. Dank Delta-RPM&#8217;s sind auch umfangreichere Updates (z.B. nach der frischen Installation) sehr schnell durch. Eigentlich ein Jammer, dass Delta-RPM&#8217;s noch den eher schlechten Ruf anhaften haben aus vergangenen SuSE-Zeiten. Seit ein paar Jahren scheinen sie problemlos und stabil zu funktionieren und ich wünschte mir sowas auch für Fedora beispielsweise. <strong>Nachtrag:</strong> Mit Fedora 11 gibt es dort nun endlich auch Delta-RPM&#8217;s.</p>
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<h2>Tools &amp; Programme</h2>
<p>Hier gibt es die Mandriva-eigene Security-Suite „msec“ zu erwähnen. Als Apparmor- und SELinux Geschädigter war ich natürlich erst skeptisch („Bitte nicht schon wieder eine neue Security-Suite!“). Aber schon beim zweiten Blick wurde klar, dass hier nur konsequent versucht wird, dem Desktop-Benutzer als auch dem ambitionierten Server-Admin (ja, Mandriva ist durchaus auch eine leistungsfähige Serverplattform) ein beliebig stark abgesichertes System zu bieten. Dies ist in meinen Augen gelungen. „Msec“ wurde mit Mandriva 8 eingeführt und beinhaltet z.B. <a title="Apparmor Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/AppArmor">Apparmor</a>, welches aber auch deaktiviert werden kann, hier also nicht die Kernkomponente darstellt. Es werden weiter auch Verzeichnismasken definiert, was man wiederum von <a title="SELinux Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/SELinux">SELinux</a> her kennt. Ohne tiefere Kenntnis von msec nehme ich mal an, dass die Entwickler das Beste aus den verschiedenen bestehenden Sicherheitsprogrammen kombinieren oder ergänzen wollen.</p>
<p>Hier ist die erste Konfigurations-Seite zu sehen, wo die einfachste Wahl zwischen drei Sicherheitsstufen („OFF“, „Standard“ für Desktops und „Secure“ für gesicherte Server)getroffen werden kann:</p>
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<p>Die Details können dann auf den weiteren Reitern eingestellt werden, hier sieht man beispielsweise, dass AppArmor selbst auch ausgeschaltet werden kann:</p>
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<h2>Multimedia</h2>
<p>Dank automatischer Abhängigkeitsinstallation, sobald man z.B. eine MPEG-Datei anklickt, kommt man praktisch nicht in Berührung mit mühsamen Codec-Installationen. Für kostenpflichtige Codecs ist „Codeina“ von Fluendo zuständig, quasi ein Codec-Webshop. Das ist natürlich nicht wirklich ein sauberes Linux, aber dafür bieten die Mandriva-Vertreiber auch eine „Free“ Version an, welche komplett auf proprietäre Software, Treiber und Codecs verzichtet. Ansonsten findet man für multimediale Belange die üblichen KDE-Programme.</p>
<h2>Desktopeffekte / 3D-Desktop</h2>
<p>Kurz und bündig: Da Kwin seit KDE4 die Desktopeffekte beinhaltet und die proprietären Treiber automatisch installiert werden, funktioniert es einfach.</p>
<h2>Energiemanagement</h2>
<p>Auch hier die bei KDE 4 übliche Energieverwaltung durch PowerDevil, welche bereits den Vorgänger von der Version 3 überflügelt hat, was Features und Stabilität anbelangt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Fast schon wie es zu erwarten war, ist Mandriva eine hervorragende Distribution, die durchaus Massstäbe zu setzen vermag. Dies liegt in erster Linie an den exzellenten Konfigurationswerkzeugen, den „Draktools“. Nicht ohne Grund basiert auch das bekannte <a title="PCLinuxOS Homepage" href="http://www.pclinuxos.com/">PCLinuxOS</a> auf Mandriva.</p>
<table style="height: 117px;" border="0" width="694">
<tbody>
<tr>
<td align="left">
<h3>Pro:</h3>
</td>
<td align="left">
<h3>Kontra:</h3>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<ul>
<li>KDE 4.2 mit guter Auswahl an Plasmoiden</li>
<li>Delta-RPM&#8217;s und automatische Codec- und Sotfware-Installation</li>
<li>Äusserst gelungene Konfigurationswerkzeuge auch für komplexere Einsatzgebiete</li>
<li>Msec-Sicherheitsframework überraschend einfach aber auch flexibel, ideal für neugierige Einsteiger</li>
</ul>
</td>
<td align="left">
<ul>
<li>Der kommerzielle Charakter ist auch in den Community-Versionen etwas zu aufdringlich spürbar</li>
<li>Installationsroutine mit Fehlern (Bootloader-Konfiguration erkannte Windows XP nicht)</li>
<li>Sehr konservativer Stil von KDE 4</li>
<li>Doppelklick (lasst unsere armen Armsehnen endlich in Frieden!)</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Bewertung</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-355" href="http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-7-mandriva-20091/attachment/tux4andhalf/"><img class="alignnone size-full wp-image-355" title="tux4andhalf" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/05/tux4andhalf.png" alt="" width="228" height="50" /></a></p>
<p>Ich vermeide ich es, ganze 5 Tuxe zu vergeben, damit nich oben noch etwas Potential bleibt, denn wer PCLinuxOS kennt, der weiss, dass sogar Mandriva noch einfacher bedien- und konfigurierbar werden kann (leider wird PCLinuxOS 2009.1 immer noch mit KDE 3.5 ausgeliefert). Jedenfalls ziehe ich es in betracht, Mandriva auf unserem iMac einzusetzen; der Einfachheit wegen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.linuxhome.ch/linux/linux-distributions-test-nr-7-mandriva-20091/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Linux-Distributions Test Nr. 6: *** Foresight GNOME Edition 2.1.0 ***</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux-distributions-test/linux-distributions-test-nr-6-foresight-gnome-edition-210/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux-distributions-test/linux-distributions-test-nr-6-foresight-gnome-edition-210/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 May 2009 18:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux Distributions Test]]></category>
		<category><![CDATA[distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurzeit ungefähr auf Platz 65 von Distrowatch liegt die unscheinbare Distribution Foresight. Sie soll dem Benutzer eine einfache Plattform bieten, mit der die Multimedia- und Office-Angelegenheiten und auch sonstige Tätigkeiten sehr einfach von der Hand gehen sollen. Das Projekt hat ein  dediziertes Team für die Gnome-Implementierung, wodurch stets die neuesten Gnome-Features in Foresight bestaunt werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Zurzeit ungefähr auf Platz 65 von <a title="Distrowatch Foresight" href="http://distrowatch.com/table.php?distribution=foresight">Distrowatch</a> liegt die unscheinbare Distribution Foresight. Sie soll dem Benutzer eine einfache Plattform bieten, mit der die Multimedia- und Office-Angelegenheiten und auch sonstige Tätigkeiten sehr einfach von der Hand gehen sollen. Das Projekt hat ein  dediziertes Team für die Gnome-Implementierung, wodurch stets die neuesten Gnome-Features in Foresight bestaunt werden können.</p>
<h2>Herkunft / Ursprung</h2>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Es gibt keine eindeutige Herkunft.</span> Bei der Installation wird man durch Anaconda an Fedora erinnert und auch beim Starten sind frappante Ähnlichkeiten zu beobachten, aber das war&#8217;s dann auch schon mit den Ähnlichkeiten. Conary stammt von rPath Linux ab. Es steckt auch ein Teil Gentoo drin, da der verwendete Paketmanager Conary  auch so etwas wie &#8220;emerge&#8221; kennt, mit welchem Pakete nicht einfach installiert, sondern direkt auf der Maschine kompiliert werden können.</p>
<h2>Wichtigste Daten in Kürze:</h2>
<ul>
<li>Homepage: http://www.foresightlinux.org/</li>
<li>Größe der Vollversion als ISO-Image: 1.3 GB</li>
<li>LiveCD Funktion: Nein</li>
<li>Sprachen: Div. Übersetzungen</li>
<li>Abgeleitet von: rPath</li>
<li>Kernel: 2.6.27</li>
<li>Package-Management: Conary unterstützt die Formate DEB und RPM gleichermaßen, auch &#8220;emerge&#8221; von Gentoo wird unterstützt</li>
<li>Release-Zyklus: Verschieden, je nach Edition (Gnome Full/Lite, XFCE, Kid&#8217;s, Mobile)</li>
<li>Standarddesktop: Hauptsächlich Gnome (Full und Lite Edition), XFCE Edition in anderem Releasezyklus</li>
<li>3D-Desktop / Desktopeffekte: Compiz</li>
<li>Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Foren)</li>
<li>Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Keine proprietäre Software in der Grundaustattung vorhanden</li>
<li>Support: IRC und Mailingliste =&gt; http://www.foresightlinux.org/support.html</li>
<li>Dokumentationen: http://www.foresightlinux.org/docs.html</li>
<li>Forum: http://forum.foresightlinux.org/</li>
<li>Wiki: https://wiki.foresightlinux.org/dashboard.action</li>
<li>Bugtracker: Jira =&gt; https://issues.foresightlinux.org/secure/Dashboard.jspa</li>
<li>Mitmachen: https://wiki.foresightlinux.org/display/teams/Home</li>
</ul>
<h2>Besonderheiten dieser Version</h2>
<ul>
<li><a title="Conary" href="http://wiki.rpath.com/wiki/Conary">Conary-Paketmanager von rPath</a></li>
<li>Immer die neuesten Gnome-Pakete</li>
<li>sudo</li>
</ul>
<h2>Erster Eindruck vom Desktop</h2>
<p>Der erste Eindruck ist der, welcher sich bei den meisten Distributionen heutzutage zeigt: Sehr schön und aufgeräumt. Die meisten Distributoren scheinen mittlerweile verinnerlicht zu haben, dass ein leerer Desktop mit einem schönen und beruhigendem Hintergrundbild der beste Anfang ist.<span id="more-301"></span></p>
<h2>Installation</h2>
<p>Dank Anaconda verläuft die Installation absolut reibungslos wie gewohnt.</p>
<h2>Konfiguration</h2>
<p>Bei der Konfiguration  des Systems und der persönlichen Einstellungen vermisse ich ein zentrales Steuerelement. Die Einstellungen müssen über die jeweiligen Gnome-Programme gemacht werden, was immer wieder ein suchen in der recht umfangreichen Menüliste.</p>
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				</a>
<h2>Package-Management &amp; Software</h2>
<p>Ein absolutes Highlight dieser Distribution ist der<a title="Conary" href="http://wiki.rpath.com/wiki/Conary"> Conary Paketmanager von rPath</a>. Es handelt sich dabei um einen sehr fortgeschrittenen Paketmanager der neusten Generation. <span style="text-decoration: line-through;">Er ist unabhängig von Paketformaten, d.h. es können RPM, Debian Pakete zum Einsatz kommen.</span> Es kann sogar ein &#8220;emerge&#8221; also die Übersetzung des Programms auf der Maschine durchgeführt werden. Ausserdem kennt Conary Deltas-Updates, was den Aktualisierungsvorgang erheblich beschleunigt. Auch eine Rollbackfunktion gehört zu den normalen Features (während bei yum der Rollback wegen Stabilitätsproblemen nicht mehr im Einsatz ist).</p>
<p>Das einzige Problem ist derzeit die Zuverlässigkeit von Conary. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass gewisse Transaktionen manchmal ewig hängenbleiben und dass ohne ersichtliche Locks von etwaigen Update-Daemons o.ä.</p>
<h2>Tools &amp; Programme</h2>
<p>Eine kleine und dezente Auswahl an Programmen, welche die Wünsche einen Normalbenutzers durchaus befriedigen können, findet sich hier. Evolution, Openoffice und Gimp für Dokumente und Bildbearbeitung, Ekiga und Pidgin für Telefonie und Instant Messaging sowie Banshee, Brasero und Cheese für Multimedia-Belange. Damit hat sich&#8217;s dann schon mehr oder weniger. Für administrative Arbeiten verwendet Foresight Linux das sudo-System. Es lässt aber glücklicherweise auch den Wechsel zu Root zu mittels &#8220;sudo su -&#8221;. Für meinen Geschmack ist die Softwareauswahl etwas gar mager. Ein Aspekt gefällt mir aber ganz gut: Die einfach erreichbare und ziemlich vollständige &#8220;Foresight User Guide&#8221; (direkt im System-Menü), dort findet man wirklich schnell alles nötig zur Installation, Konfiguration etc. von Foresight Linux. Sogar der Grundstock an Programmen wird dort beschrieben. Die anfänglichen Probleme mit dem compiz 3D-Desktop resp. dessen Aktivierung hätte ich als Gnome-Einsteiger gänzlich vermeiden können, wenn ich von Beginn dieses Dokument zu Rate gezogen hätte. Bravo! So etwas Grundsätzliches sollte für jede Distribution heute zwingend vorhanden sein.</p>
<a href="">
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				</a>
<h2>Multimedia</h2>
<p>Es funktionieren nur freie Formate in der Grundinstallation. Unfreie Codecs und Treiber können natürlich via Conary nachgeladen werden (sogar ohne dafür ein spezielles Repository zu aktivieren). Dank Softwaregruppen wie &#8220;group-codecs&#8221; ist es im übrigen sehr einfach mit Conary das Multimediaformat-Problem zu lösen.</p>
<h2>3D-Desktop</h2>
<p>Wie üblich benötigt man auch hier erst die entsprechenden Treiber (ausser es handelt sich um die Grafikkarte eines Herstellers, für welche freie Treiber existieren). Danach lässt sich das gute alte Compiz ganz einfach aktivieren und konfigurieren über die gewohnten Programme. Klingt gut, hat aber leider nicht auf Anhieb funktioniert auf meinem Notebook. Nachdem ich dann (wie immer als letztes Mittel) die Anleitung &#8220;Foresight User Guide&#8221; (siehe Abschnitt &#8220;Tools &amp; Programme&#8221; konsultiert hatte, war das Problem schnellstens gelöst. Trotzdem; seit ca. 2008 erwartet man hier einen reibungslosen Ablauf, wenn nicht sogar automatische Aktivierung bei vorhandenen Ati-, Nvidia- oder Intel-Grafikkarten. Zumindest, wenn die Distribution als &#8220;einsteigerfreundlich&#8221; angepriesen wird.</p>
<h2>Energiemanagement</h2>
<p>Mir gefällt hier vor allem das neue Programm &#8220;Energiechronik&#8221;, welches verschiedene Statistiken zum Energieverbrauch anzeigt bei Akkubenutzung des Laptops. Zumindest habe ich dieses Programm vorher noch nicht gekannt. Die Energieverwaltung von Gnome selbst ist aber im Vergleich zum KDE-Pendant doch ein bisschen schlechter, was die Features angeht.</p>
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				</a>
<h2>Fazit</h2>
<p>Foresight Linux ist sicher auf einem guten Weg. Sobald Conary noch etwas stabiler resp. zuverlässiger funktioniert (vielleicht liegt&#8217;s ja auch nur an der Integration von Conary in Foresight Linux). Viele Convenience-Funktionen wie z.B. aktiviertes autofs sind nicht standardmäßig aktiviert, was bei der ISO-Grösse von 1,3 Gigabyte eigentlich zu erwarten wäre. Die Konfiguration muss dazu noch einfacher und zentraler werden. Dann könnte man eigentlich eine Empfehlung für Otto Normalbenutzer abgeben. Im heutigen Zustand kann man solch eine Empfehlung aber sicher noch nicht aussprechen.</p>
<table style="height: 117px;" border="0" width="694">
<tbody>
<tr>
<td align="left">
<h3>Pro:</h3>
</td>
<td align="left">
<h3>Kontra:</h3>
</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<ul>
<li>Gnome auf dem aktuellsten Stand</li>
<li>Schlank und funktional im Auslieferungszustand</li>
<li>Conary Paketmanager zukunftsweisend</li>
</ul>
</td>
<td align="left">
<ul>
<li>Konfiguration zu umständlich auf viele Gnomeprogramme verteilt</li>
<li>Conary teilweise inkonsistent / instabil?</li>
<li>3D-Konfiguration nicht besonders einsteigerfreundlich</li>
<li>Das Gefühl für 1,3 GB etwas wenig geboten zu bekommen <img src='http://www.linuxhome.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Bewertung</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-353" href="http://www.linuxhome.ch/linux-distributions-test/linux-distributions-test-nr-6-foresight-gnome-edition-210/attachment/tux3andhalf/"><img class="alignnone size-full wp-image-353" title="tux3andhalf" src="http://www.linuxhome.ch/wp-content/uploads/2009/05/tux3andhalf.png" alt="" width="228" height="50" /></a></p>
<p>3,5 Tuxe hier repräsentieren meine Hoffnung, dass Foresight-Linux benutzerfreundlicher und zentraler konfigurierbar wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.linuxhome.ch/linux-distributions-test/linux-distributions-test-nr-6-foresight-gnome-edition-210/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>10 Argumente pro Linux / Open Source</title>
		<link>http://www.linuxhome.ch/linux/10-argumente-pro-linux-open-source/</link>
		<comments>http://www.linuxhome.ch/linux/10-argumente-pro-linux-open-source/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 21:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[opensource]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.linuxhome.ch/?p=290</guid>
		<description><![CDATA[Frei nach dem Linux Magazin 04/09 eine kurze Aufstellung der 10 ziemlich alles umfassenden Argumente, die für den Einsatz von Linux und Opensource sprechen. Die Reihenfolge ist übrigens willkürlich und spiegelt keine Priorität wider: 1.) Transparenz: Ein Einblick in die volle Konfiguration und sogar den Quelltext des Kernels und der eingesetzten Softwareinfrastruktur ist jederzeit möglich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Frei nach dem Linux Magazin 04/09 eine kurze Aufstellung der 10 ziemlich alles umfassenden Argumente, die für den Einsatz von Linux und Opensource sprechen. Die Reihenfolge ist übrigens willkürlich und spiegelt keine Priorität wider:<span id="more-290"></span></p>
<p>1.) <strong>Transparenz:</strong> Ein Einblick in die volle Konfiguration und sogar den Quelltext des Kernels und der eingesetzten Softwareinfrastruktur ist jederzeit möglich. Linux lässt sich auch<a title="Linux From Scratch Website" href="http://www.linuxfromscratch.org/"> „From scratch“</a> also von Grund auf selbst bauen, was nicht nur zu Schulungszwecken unschätzbare Dienste leisten kann. Auch <a title="Gentoo Website" href="http://www.gentoo.org/">„Gentoo“</a> lässt dies zu, nur lernt man durch die dort automatisierten Abläufe nicht ganz soviel über die inneren Werte des Kernels. Bei proprietären Produkten  jedoch hat der Benutzer eine geschlossene „Blackbox“ vor sich liegen, die theoretisch alles machen kann, ohne jegliche Kontrolle.</p>
<p>2.) <strong>Effizienz und Genügsamkeit</strong>: Auf dem Server ist das freie Betriebssystem nach wie vor ungeschlagen. Apache beispielsweise kann dank Prozess-Forking fast die fünffache Menge kleiner Dateien ausliefern (bei den mittleren und grossen schrumpft der Vorsprung dann auf 100 bzw. 10 Prozent mehr. Auf dem Desktop liegt Linux ungefähr gleichauf mit Windows XP dank verbesserter ACPI-Unterstützung der letzten Jahre. Der Hardwarehunger ist aber auch mit 3D-Effekten der Benutzeroberfläche ungleich bescheidener als beispielsweise mit Windows Vista.  Mit „Tiny Core Linux“ etwa lässt sich gar ein Rechner mit 486DX-Prozessor und 32MB RAM noch mit einem brauchbaren Linux inklusive grafischer Oberfläche ausrüsten!</p>
<p>3.) <strong>Softwareverwaltung</strong>: Gerade in diesem Punkt gibt es eigentlich nichts zu diskutieren: Dank Paketformaten wie RPM und DEB und den entsprechenden Verwaltungsdatenbanken lässt sich jede verfügbare Software inklusive derer benötigten Abhängigkeiten auf Knopfdruck installieren und auch wieder absolut sauber entfernen. Ausserdem wird bei einer Aktualisierung nicht nur das Betriebssystem selbst (Kernel und Subsysteme) sondern auch gleich alle ebenfalls per Paketverwaltung installierte Software aktualisiert. Bei Windows gibt es das Auto-Update nur für die Software von Microsoft selbst. Daher hat praktisch jede Software von Drittherstellern einen Update-Daemon am laufen, was zusätzlich an den Ressourcen und Nerven der Administratoren zerrt. Ausserdem haben diese Daemons häufig eine weitere unangenehme Eigenschaft: Sie „telefonieren nach Hause&#8221; und senden unter Umständen beliebige Daten des Benutzers an beliebige Stelle. Sind diese Daemons verständlicherweise abgeschaltet, muss die Software immer von Hand aktualisiert werden, wobei die Dateien von jedem Hersteller separat bezogen und mit jeweils einem spezifischen Installer installiert oder aktualisiert werden. Dabei können jederzeit Bibliotheken überschrieben werden. Wer schon mal  versucht hat, den Internet Explorer 5 mit Version 6 nebeneinander zu installieren, der weiss, wieviel Spass dies machen kann. Unter Linux können verschiedene Versionen ein und derselben Bibliothek (sogar der glibc!) und Software friedlich funktionierend nebeneinander existieren.</p>
<p>4.) <strong>Unabhängigkeit</strong>: Bei freier Software gibt es keine bösen Überraschungen mit Lieferanten, welche das Lizenzmodell von einem Augenblick auf den anderen zu Ungusten des Kunden ändern. Man bezahlt letztendlich wenn überhaupt nur den Support, d.h. die reine menschliche Arbeit und nicht anonyme Riesenfirmen mit mehr Anwälten und Verkäufern als Entwicklern und Supportern. Letztendlich sorgt quelloffene Software für mehr belebende Konkurrenz in einem Geschäft, wo viel über die „freie Marktwirtschaft“ geschwafelt wird, letztendlich aber Monopolismus und Protektionismus an der Tagesordnung sind. Dies erhöht auch die Sicherheit der Investitionen: Sollte ein Drittanbieter Konkurs gehen, hat man den Quelltext der Software zur Verfügung und kann sich jederzeit an eine andere Stelle wenden oder gar die Weiterentwicklung selbst in die Wege leiten. Ist die Software closed-source ist man tatsächlich auf Gedeih und Verderb dem Hersteller ausgeliefert. SAP mit ihrem neu obligatorischen  „Enterprise Support“ ist in meinen Augen ein gutes Beispiel dafür. Da passen kleine und mittlere Betriebe auch schnell mal aus Kostengründen  ihre vorhandenen Strukturen und Produkte an SAP&#8217;s Lösungen an, nur um sich kurz darauf im  vergoldeten Käfig des Vendor-Locking wiederzufinden.</p>
<p>5.) <strong>Kosten</strong>: Zugegeben, dies ist ein zweischneidiges Schwert. Die Kosten für Linux sind kurz- und mittelfristig zwar viel tiefer, dafür aber langfristig gesehen höher (über 5 Jahre hinaus). Dies ergibt sich kurz gesagt durch tiefere Anschaffungspreise und im Schnitt etwas höhere Supportpreise. Hier würde einem natürlich jeder Verkäufer seine „Sicht der Dinge“ aufschwatzen. Meine Sicht als Administrator ist aber klar: Wenn Geld in Firmen mit Arbeitsplätzen, welche den echten Bezug zur Branche haben fliesst, ist dies auch bei höheren Kosten besser als wenn es Firmen mit überproportional vielen branchenfremden Arbeitsplätzen (Anwälte, Rechtsabteilungen, Verkäufer etc.) zugute käme.</p>
<p>6.) <strong>Softskills / Zufriedenheit</strong>: Benutzer von Open Source zeigen gem. Umfragen von Wilken/Heise Open eine erheblich höhere Zufriedenheit als Benutzer von proprietärer Software. Dies kann nicht nur aus einer offeneren Einstellung der Benutzer selbst her kommen. Es gibt heute nämlich auch Benutzer (z.B. Angestellte der Stadt München), welche von Anfang an Linux benutzen, ohne dies direkt als Alternative zu wählen.<br />
Administratoren im Open Source Umfeld sind als pragmatisch und weltoffen bekannt, misstrauen aber einfach den grossen Konzernen, da diese rein gewinnorientierte Unternehmen sind (keine ernsthafter Admin nimmt beispielsweise die Ankündigungen von Microsoft im Bereich Opensource wirklich ernst). Ausserdem vertraut ein Linux-Administrator seine Zukunft nur sehr ungern einer Software an, deren Code er nicht jederzeit einsehen kann, um Fehler schnell beheben zu können mithilfe der Entwickler oder der Community.</p>
<p>7.) <strong>Portabilität</strong>: Linux ist mittlerweile auf ca. 24 (Tendenz zunehmend) verschiedenen CPU-Architekturen lauffähig vom Superrechner bis zum Handy (Nur NetBSD kann noch mehr vorweisen). Bei Windows sind es deren 2 (x86, x86_64), wenn ich mich nicht täusche? NT unterstützte damals noch 4 Plattformen.</p>
<p>8.) <strong>Tragfähigkeit / Businesskonzepte</strong>: Die Frage, warum Menschen ohne Lohn an einer Software arbeiten führt meistens auch zur Überlegung, was denn mit den Benutzern passiert, wenn die Entwickler mal keine Lust mehr haben, weiterzuarbeiten, da sie ja nicht vertraglich gebunden sind? Die Antwort: Da der Quellcode frei verfügbar ist, kann jederzeit eine andere Community oder Firma die Weiterentwicklung und/oder den Support übernehmen. Man kann auch selbst die Software weiterentwickeln, wenn man sich bestimmte Features wünscht und niemanden findet, der die Entwicklung weiterführt.<br />
Wie können die Menschen, welche mit viel Leidenschaft und auch Idealismus ihre Zeit und geistige Kraft in ein Projekt stecken, gar davon leben? In den allermeisten Fällen lautet die Antwort darauf: Vom Support. Es gibt einige Fälle, in denen gemischte Lizenzformen zum Einsatz kommen (erweiterte Features nur beim Kauf einer Lizenz u.ä.) aber diese sind meistens nicht sehr erfolgreich und das meiste Geld wird nach wie vor mit dem Support der Software verdient. Auch für den Kunden ist es ein besseres Gefühl, echte und ehrliche Arbeit anstatt fast nur Anwälte und Verkäufer von Grosskonzernen zu bezahlen. Natürlich ist klar: Mit freier Software wird man niemals so reich wie Bill Gates oder Steve Jobs.<br />
Die Gegenfrage zur ersten Frage müsste übrigens lauten: Was passiert denn, wenn ein Unternehmen, welches Closed Source Software anbietet Konkurs macht, oder ganz einfach entschliesst, ein Produkt einzustampfen (was bei Übernahmen von Konkurrenzprodukten sehr häufig passiert)? Gar nichts. Der Kunde hat schlicht keine Möglichkeit, die Software ohne Quellcode weiterzuentwickeln. Er muss eine Alternative suchen.</p>
<p>9.) <strong>Sicherheit</strong>: Auch hier sind die Fakten hinlänglich bekannt. Systembedingt können und werden Windows-Varianten in der heutigen Form niemals sicher sein, egal wie sehr uns dies die Marketingabteilung  mit „Get the facts“-Aktionen weiszumachen versucht. Schon alleine durch die Transparenz, welche mit freier Software besteht, werden Fehler offen kommuniziert und schnell behoben. Aber auch die Architektur des Betriebssystems hat einen grossen Anteil an der Sicherheit. Linux stammt durch seine Unix-Verwandtschaft aus den Serverräumen, wo Multiuser-Systeme schon vor über 30 Jahren Alltag waren. Daher ist das System schon  inhärent sicherer. Zusätzlich gibt es durch verschiedenste Massnahmen wie „Selinux&#8221;, „AppArmor&#8221;, uvm. auch eine äusserst gute Absicherung gegen mutwillige Angriffe von Innen und Aussen. Natürlich kommt es wie immer auch auf den Administrator an, wie sicher die Systemumgebung im Endeffekt ist. Windows ist nicht sicher und wird es in absehbarer Zeit nicht werden, Punkt.</p>
<p>10.) <strong>Fehlerbehebung / Verbesserung</strong>: Da nahezu jedes freie Softwareprojekt auch ein Bugtracking-Werkzeug (meistens Bugzilla) mitbringt, kann der Benutzer jederzeit Fehler oder Abstürze melden. Bei Problemen mit Windows-Software sendet ein Windows-Agent Daten an einen unbekannten Empfänger sendet (der Inhalt ist dem Benutzer sowieso völlig unbekannt). Bei Linux landen diese Fehlermeldungen nicht einfach im unbekannten Nirgendwo. Sie werden meist sehr schnell durch jemanden angeschaut. Manchmal wird der Benutzer aufgefordert, entsprechende Tracebacks zu senden und hat so die Möglichkeit, sich direkt an der Verbesserung der von ihm eingesetzten Software zu beteiligen. Auch dies ist ein nicht zu unterschätzender „Soft&#8221;-Faktor, der Benutzer ist so nicht länger einem Gefühl von Machtlosigkeit gegenüber dem Grosskonzern ausgeliefert.</p>
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		<title>Dual-Monitor mit Nvidia&#8217;s Twinview unter Fedora 10</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 20:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<category><![CDATA[KDE]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem sich der Anfangsstress bei meinem neuen Job als Vollblut-Linux-Admin etwas zu legen beginnt, ist wieder mal Zeit für ein paar Experimente: Schon viel zu lange habe ich dieses Thema aufgeschoben, weil ich mir sagte &#8220;Sowas brauch&#8217; ich nicht&#8221;. Jetzt wo es einmal läuft habe ich mich schnell daran gewöhnt und will gar nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style='float: left; margin-right: 10px; border: none;' src='http://www.gravatar.com/avatar.php?gravatar_id=d6b1294fe73eea0bc9dc84a732e5e880&amp;default=http://use.perl.org/images/pix.gif' alt='No Gravatar' width=40 height=40/><p>Nachdem sich der Anfangsstress bei meinem neuen Job als Vollblut-Linux-Admin etwas zu legen beginnt, ist wieder mal Zeit für ein paar Experimente: Schon viel zu lange habe ich dieses Thema aufgeschoben, weil ich mir sagte &#8220;Sowas brauch&#8217; ich nicht&#8221;. Jetzt wo es einmal läuft habe ich mich schnell daran gewöhnt und will gar nicht mehr anders: Dual-Monitor-Betrieb ohne Xinerama-Ärger.<br />
Wie das geht? Erstmal wie üblich: KEINE ATI-Karte kaufen, sondern den Konkurrenten bevorzugen (vielleicht darf ich diese Aussage endlich mal relativieren in einigen Jahren). Der Rest ergibt sich fast von selbst, denn mit nvidia-settings kann man die benötigten Einstellungen machen. Der Nachteil ist, dass man bei jeder X-Session von neuem die Einstellungen machen muss, da sie nicht im .nvidia-settings gespeichert werden. Man könnte auch die X11-Konfiguration speichern, dies funktioniert bei den modernen Distributionen allerdings nicht (das xorg.conf wird immer spartanischer oder existiert gar nicht mehr). Deshalb lässt man sich die X11-Einträge von nvidia-settings anzeigen und ergänzt sie dann selbst im /etc/X11/xorg.conf:</p>

<div class="wp_syntax"><div class="code"><pre class="xorg_conf" style="font-family:monospace;"><span style="color: #b1b100;">Section</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;Device&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Identifier</span>  <span style="color: #0000ff;">&quot;Videocard0&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Driver</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;nvidia&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;NoLogo&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;true&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;TwinView&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;on&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;TwinViewOrientation&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;RightOf&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;MetaModes&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;DFP-0: nvidia-auto-select, DFP-1: nvidia-auto-select&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;Coolbits&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;1&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;RandRRotation&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;yes&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;AddARGBGLXVisuals&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;True&quot;</span>
<span style="color: #b1b100;">EndSection</span>
<span style="color: #b1b100;">Section</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;Extensions&quot;</span>
        <span style="color: #990000;">Option</span>      <span style="color: #0000ff;">&quot;Composite&quot;</span> <span style="color: #0000ff;">&quot;Enable&quot;</span>
<span style="color: #b1b100;">EndSection</span></pre></div></div>

<p>Auch hier gilt natürlich: Besser selber mit nvidia-settings erstellen anstatt nur kopieren.</p>
<p>KDE4 macht glücklicherweise fast keine Zicken mit dem Dual-Monitor-Betrieb, auch unter erschwerten Bedinungen wie bei mir (zwei verschiedene Auflösungs-Modi). Es muss lediglich eine sogenannte &#8220;Aktivität&#8221; unter Plasma hinzugefügt werden, welche sich automatisch der Auflösung des zweiten (rechten) Monitors anpasst. Anders als in anderen Betriebssystemen kann nun auch eine zweite Kontrollleiste erstellt werden, welche dem zweiten Monitor dann dieselbe Funktionalität zur Verfügung stellt wie dem &#8220;Hauptmonitor&#8221;.</p>
<p>Wie konnte ich sowas praktisches nur so lange ignorieren? Naja, im nächsten Artikel stelle ich Euch &#8220;multitail&#8221; vor, welches ich ebenfalls leider viele Jahre ignoriert habe.</p>
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