Linux-Distributions Test Nr. 5: *** Kubuntu 8.04 Hardy KDE 4 Remix *** 1

Posted by Chris on Mai 12, 2008

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Eigentlich wollte ich ja keine der drei großen Distributionen testen, da es für diese schon genügend gute und tiefgründige Reviews gibt. Aber der KDE4-Remix von Kubuntu 8.04 “Hardy Heron” reizte mich dann doch zu sehr. Schließlich hat KDE4 seit Januar auch wieder erhebliche Fortschritte gemacht und dies wäre die erste große Distribution, welche (wenn auch nur als Remix) ein pfannenfertiges KDE4 mitliefert.

Der Review wird sich daher eher auf KDE4 und dessen Status resp. Integration in Kubuntu als auf die Distribution selbst fokussieren, da es bereits genügend andere Reviews gibt und geben wird, welche die Distribution tiefgründiger und professioneller betrachten.

Herkunft / Ursprung

Ubuntu und dessen Geschwister Kubuntu, Xubuntu, Edubuntu haben ein Debian 4 als Basis und werden von der Firma Canonical und einer großen Community weiterentwickelt. Canonical wurde vom Milliardär Mark Shuttleworth gegründet bietet einen kommerziellen Support für Desktop- und Serverversionen an, mit dem irgendwann auch mal Gewinn gemacht werden soll.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.kubuntu.org
  • Größe als ISO-Image:
  • LiveCD Funktion: Ja
  • Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch
  • Abgeleitet von: Debian
  • Kernel: 2.6.24
  • Package-Management: Apt-get mit Debian Paketen (dpkg)
  • Release-Zyklus: halbjährlich
  • Standarddesktop: Je nach Geschmacksrichtung (Gnome, KDE, XFCE), kann aber später auch jederzeit gewechselt werden
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: Teilweise integriert in KDE4-Windowmanager (kwin) mit Compositing oder Compiz-Fusion basierend auf AIGLX oder XGL
  • Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Foren)
  • Lizenz: Größtenteils GPL V.2, proprietäre Software und binäre Treiber sind in der Grundinstallation vorhanden

Besonderheiten dieser Version

  • Die Einbindung von KDE4 ist natürlich die wichtigste Besonderheit dieser Version mit Betonung der Distributionshersteller, dass es sich um eine Remix-Version mit Beta-Status handelt.

Erster Eindruck vom Desktop

Der Standarddesktop hat sich seit dem Frühjahr nicht groß geändert. Leider wurde auch dasselbe Hintergrundbild verwendet. Ich schaue neidisch auf den Ubuntu-Desktop und wünsche mir, dass ein ähnliche künstlerisches Hintergrundbild bald den Weg in die KDE-Versionen findet.

Hat man einmal die zusätzlichen Plasmoiden installiert, machen diese wider erwarten sogar Spass (solange sie nicht auf allen virtuellen Desktops rumhängen), vor allem die täglichen Userfriendly Comis sind praktisch. Auch die von Vista bekannte Diaschau ist dabei und vieles mehr:

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Ein “echter” Windows Desktop-Ersatz? 3

Posted by Chris on Februar 26, 2008

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Bei Distrowatch habe ich heute eine lustige Distribution “Famelix” aus Brasilien gefunden (die Webseite ist leider nur auf Portugiesisch und Spanisch). Das besondere an dieser Distribution ist, dass sie das Hauptaugenmerk auf das exakt gleiche Aussehen wie die entsprechenden Windows-Versionen legt.
Die Version 1.3 “Professional” sieht aus wie XP und die Version 2.0 “Hast la Vista” wie der Name schon sagt wie Vista. Die Screenshots beweisen, dass dies zum größten Teil gelungen ist.
Nur: Wollen wir das überhaupt? Muss Linux wirklich wie die “Konkurrenz” aussehen, um Desktopbenutzer zu gewinnen? Ist es der Sinn der Sache, den Windows-Umsteigern mit einem Klon den Umstieg leichtzumachen? Vielleicht, aber es birgt meines Erachtens einige Tücken:

  • Die Benutzer werden teilweise der Meinung sein, es handle sich um Windows, mit welchem sie arbeiten. Es gäbe also kaum ein Bewusstsein für das benutzte Betriebssystem
  • Sie würden erwarten, dass alles gleich aussieht und funktioniert für die nächsten 7 Jahre (was bei Windows ja bei jeder Version der Fall ist). In der Linux-Welt ist nach 7 Jahren aber kein einziges Programm mehr wirklich dasselbe.
  • Benutzer könnten in Versuchung kommen, irgendwelche Windows-Software zu installieren (das mag ja sogar bei 30% mit wine funktionieren)

Ich persönlich würde sowas nie einsetzen, weshalb ich auch auf einen Test verzichte. Wenn ich eine Firma auf Linux-Desktops umrüsten müßte, so würde ich den Fokus eher auf die Applikationen richten und nicht auf das Aussehen der Betriebssystemoberfläche und des Fensterdekorateurs. Dennoch ist die Arbeit der Entwickler sehr beeindruckend, mit KDE4 konnten sogar die Desktop-Applets umgesetzt werden, auch Aero wurde offenbar perfekt geklont, wenn ich den Screenshots im oberen Teil der Webseite glauben darf (ich nehme mal an mittels Compiz-Fusion).

Linux-Distributions Test Nr. 4: *** Zenwalk 5.0 ***

Posted by Chris on Februar 19, 2008

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Zenwalk liegt zur Zeit auf Platz 14 der Distrowatch-Charts. Der Test fällt diesmal eher kurz aus, da Zenwalk und ich sagen wir mal einen “schwierigen” Start hatten, mehr dazu später.

Herkunft / Ursprung

Zen – eine Schule des Buddhismus aus Japan (ganz ursprünglich aus China). Einfachheit, den Fokus auf das Wesentliche richten, diese Assoziationen kommen mir dabei als erstes in den Sinn. Durch diese Fokussierung auf Einfachheit und Schlichtheit scheint mir der Name Zenwalk schon passend zu sein. Zenwalk basiert auf Slackware, mit dessen Basis-System ich mich nicht besonders gut auskenne (ich sollte Slackware endlich mal testen, ich weiss). Zenwalk hieß früher offenbar Minislack.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.zenwalk.org
  • Größe als ISO-Image: 468 MB in der Standardversion (1 CD) / Dekomprimiert und installiert ca. 1.6 GB
  • LiveCD Funktion: Ja, mit spezieller Live-Version
  • Sprachen: Englisch, Französich, Deutsch (konfigurierbar)
  • Abgeleitet von: Slackware
  • Kernel: 2.6.23
  • Package-Management: Slackware (gezippte Tarballs)
  • Release-Zyklus: ca. jährlich?
  • Standarddesktop: XFCE
  • 3D-Desktop / Compositing: Compositing für XFCE vorhanden
  • Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Forum)
  • Lizenz: Größtenteils GPL V.2, binäre Treiber und Firmware (z.B. Intel-WLAN-Firmware) sind in der Grundinstallation vorhanden

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Linux-Distributions Test Nr. 3: *** Sabayon 3.4 ***

Posted by Chris on Dezember 31, 2007

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Da ich etwas Zeit übrig hatte zwischen Weihnachten und Neujahr, beherzigte ich den Vorschlag eines Kommentators, eine Gentoo-basierte Distribution zu testen. Sabayon liegt derzeit auf Platz 5 in den Distrowatch-Charts, ist also ein heißer Anwärter auf den Distributions-Thron.

Herkunft / Ursprung

Wie erwähnt ist Sabayon von Gentoo abgeleitet. Man müßte eigentlich eher von einem einfach installierbaren Gentoo-Snapshot für Linux-Gamer mit exzellenter Live-DVD sprechen als von einer Distribution, denn distributionsspezifisch sind eigentlich nur die Applikationen und die Live-DVD-Varianten. Aufgrund der vielen vorhandenen 3D-Spiele, welche teilweise sogar eine eigene LiveCD-Instanz haben, handelt es sich außerdem um eine waschechte Linux-Gamer-Distribution

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.sabayonlinux.org
  • Größe als ISO-Image: 4.2GB (1 DVD) / Dekomprimiert und installiert ca. 10 GB
  • LiveCD Funktion: Ja
  • Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch
  • Abgeleitet von: Gentoo
  • Kernel: 2.6.22 (Genkernel)
  • Package-Management: Portage
  • Release-Zyklus: keiner, Pakete werden laufend erneuert
  • Standarddesktop: Kann bei der Installation gewählt werden (KDE, Gnome, Fluxbox stehen zur Auswahl)
  • 3D-Desktop: Compiz/Beryl oder Metisse basierend auf AIGLX oder XGL
  • Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Forum)
  • Lizenz: Größtenteils GPL V.2, proprietäre Software und binäre Treiber sind in der Grundinstallation vorhanden

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Linux-Distributions Test Nr. 2: *** Linux Mint 3.1 *** 1

Posted by Chris on November 05, 2007

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Es hat etwas länger gedauert, aber endlich habe ich die Zeit gefunden, Linux Mint (momentan auf Platz 6 in den Distrowatch-Charts) zu installieren. Für diese Installation habe ich auf die Virtualisierung verzichtet, und eine primäre Partition auf meinem Notebook freigeschaufelt. Denn was könnte eine bessere Testumgebung darstellen als ein Notebook mit WLAN und exotischer Displayauflösung? Außerdem bringt heutzutage nahezu jede Distribution die 3D-Desktopeffekte mit und dies sollte natürlich auch getestet werden.

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