Schöne freie Applewelt 2

Posted by Chris on Oktober 22, 2009

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Ob die Geschichte über die „verschwundene“ I-Phone-Applikation der SBB nun genauso stimmt oder nicht, dass Apple 30% der Verkaufssumme einbehält, wenn die zugrundeliegende Transaktion über ihr System läuft, wäre doch schon Grund genug, als Anbieter die Finger davon zu lassen, jeder andere Dienstleister bekäme einen Tritt in den Allerwertesten, wenn er 30% Provision anmeldete. Naja, irgendwoher muss der Anstieg des Aktienkurses der Firma Apple ja gefüttert werden, oder?

Nur hat die SBB nicht wirklich eine Wahl, eben weil sie nur die von Apple veröffentlichte API benutzen darf und da draussen hunderttausende von I-Phone-Benutzern ihre Tickets über ihr Spielzeug kaufen sollen. Ein weiteres glorreiches Beispiel einer Abzocke mit proprietärer und unfreier Sotfware.

Tja, es ist eben noch lange kein freies System, was eine Programmierschnittstelle (API) anbietet.

[1] http://www.inside-it.ch/frontend/insideit?_d=_article&site=ii&news.id=19299

Noch mehr Idiotenpolitik 2

Posted by Chris on September 25, 2009

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Tja, da habe ich mich erst vor einem halben Jahr aufgeregt über Idiotenthemen in der Schweizer Politik, geht der Reigen im Herbst nun fleissig weiter. Ich sollte eine Liste machen, eine Art Wiki mit den dümmsten Ideen und Sprüchen von Politikern. Vermutlich gibt es sowas schon zuhauf. Die statistische Auswertung desselben brächte ja ohnehin bereits Vermutetes zu Tage. Zur den Highlights diese Woche:

  • Da hätten wir die Frau Estermann, die in altbekannter Manier das Singen der Nationalhymne vor jeder Nationalratssitzung einführen wollte.  Dazu Arthur Schopenhauer: „…Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz seyn könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er garade angehört, stolz zu seyn…“
  • Der neue Bundesrat, wie heisst er noch gleich…Burkhalter, genau. Dieser ist derweil überzeugt, dass Schweizer Elitetruppen im Ausland durchaus für diverse Einsätze geeignet wären. Nicht zum Kuhmelken oder zur Ausbildung von Landwirten in Äthiopien, nein, zur Jagd auf Piraten und Geiselbefreiung. Nun zumindest wissen wir nun, welches Departement ihm am besten zusagt…
  • Und die Unterstützung von jungen Arbeitslosen in Sachen Weiterbildung wäre so oder so eine tolle Sache, aber sogar das wird im 3. Konjunkturpaket mit einem äusserst fragwürdigen Kompromiss entwertet (erst bei einer Arbeitslosenquote ab 5 % gibt es Geld). Das heisst also die Politiker sind allzugerne bereit der Wirtschaft noch mehr Geld in den Popo zu stopfen, während ein Passus, welcher auch einmal benachteiligte Menschen (das sind die Lebewesen, welche für die Wirtschaft das Geld erarbeiten) unterstütz hätte, praktisch keine Chance hatte.

Würde ein IQ-Minimum (so ab 130?) für Politiker auf der nationalen Ebene solche Dummbatz-Aktionen verhindern? Ich bin ehrlich gesagt nicht überzeugt davon, aber einen Versuch wäre es wert, wenn auch die soziale Intelligenz berücksichtigt würde, eine nicht ganz so kluge 4fache alleinerziehende Mutter könnte sehr wohl auch gut, wenn nicht sogar besser politisieren..

Die Zeit des Volkes wird viel zu sehr beansprucht mit Abstimmungen, die praktisch keinen Einfluss auf sein tägliches Leben hat, während die wirklich wichtigen Themen nebenbei entschieden werden (mal schnell 60 Milliarden einer Grossbank schieben, während wir 200 Millionen für verbesserte Arbeitslosenhilfe ablehnen oder so ähnlich). Da wäre es doch wenigstens wünschenswert, dass die Damen und Herren in der Lage wären, vernünftige und menschliche Entscheidungen zu treffen. So wäre die Tatsache, dass wir in einer Pseudo-direkten Demokratie leben, bei weitem nicht so schlimm.

Bis zum nächsten Idiotenartikel wünsche ich eine gute Zeit und viel Spass mit der besten Regierungsform der Welt.

Chaos Radio Express 135 „Mut zur Freiheit“: Beste Sendung ever! 2

Posted by Chris on August 17, 2009

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http://chaosradio.ccc.de/cre135.html lohnt sich wirklich. Mehrere wunderbare Aussagen und Beobachtungen (z.B. von Juli Zeh bei 00:44). Wer CRE noch nicht kennt und nur im entferntesten interessiert an der Welt sind, haben was nachzuholen.

Nationalistische Skript-Kiddies lieben Windows

Posted by Chris on August 07, 2009

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Wie schon immer erregen die laut schreienden Idioten das meiste Aufsehen. Das gilt insbesondere für Nationalisten. Als Anfangs August beispielsweise (vermeintlich) russische Hacker aus nationalistischen Kreisen Facebook, Twitter und Co. lahmlegten durch eine sog. D-DoS (Distributed Denial-of-Service) Attacke, war dies auch den internationalen Medien durchaus eine Meldung wert.

Bei diesen „Nationalisten“ handelt es sich in der Regel um frustrierte und gelangweilte Jugendliche in der Türkei oder Russland, welche mangels Perspektive braunes Gedankengut aufschnappen, damit sie im Namen von ihrem Land oder Wasauchimmer ihre heruntergeladenen “Do-your-own-virus-Kit” benutzen können. Mit echten Hackerfähigkeiten hat das nicht im entferntesten zu tun.  Dazu reicht auch die Intelligenz eines durchschnittlichen PC-Benutzers aus, der weiss, wie man die entsprechenden Programme mit Google suchen muss. Wenn jemand eine Autoscheibe mit einem Wagenheber einschlägt, micht ihn das schliesslich auch nicht zu einem Automechaniker.

Diese peinliche Holzhammer-Methode (mache tausende Abfragen pro Sekunde mit vielen PC’s) wird in der Regel mit Viren- oder Wurmverseuchten Windows-PC’s durchgeführt, deren ahnungslose Besitzer sich bald genervt fragen, warum ihre Internetleitung immer langsamer wird. Windows bietet sich also nach wie vor an für minderbemittelte Skript-Kiddies. Durch die enorme Verbreitung von Viren wie “Conficker” und Konsorten steht den Angriffswerzeugen jederzeit eine ganze Armada von willigen Angriffsrechnern zur Verfügung, die nur darauf warten, dass ihre offenen Ports missbraucht werden. Dass russische Softwarehersteller solche Tools auch unverhohlen verkaufen mit Slogans wie „Legen Sie Ihre Konkurrenten lahm“ ist so gesehen kein Zufall, wenn man sich die Karten über die Verbreitung von den Windows-Schädlingen anschaut. Für die Antiviren-Software-Hersteller wie z.B. Kaspersky (auch aus Russland, hmm…) sieht die Zukunft nach wie vor rosig aus.

Quellen:
  1. The Guardian: http://www.guardian.co.uk/world/2009/aug/07/georgian-blogger-accuses-russia
  2. Heise.de: http://www.heise.de/security/Spekulationen-ueber-DDoS-Attacke-auf-Twitter–/news/meldung/143190
  3. Kaspersky (Antivirus-Software-Hersteller): http://www.kaspersky.com/de/

Einmal mehr: Es ist keine Frage OB private Daten missbraucht werden, sondern WANN 2

Posted by Chris on Juli 25, 2009

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Ein weiteres unrühmliches Beispiel nachdem 2008 vor allem in Deutschland und England viele grobe Datenmissbräuche und Schlampereien stattfanden: Die Ausgabe Nr. 15 des Beobachters (Seite 18ff.) berichtet von der Zürcher Firma Gentest.ch, bei der man mittels Gentest herausfinden kann, ob die Vorfahren Wikingen waren oder so. Diese Firma hat trotz gegenteiliger Angaben auf ihrer Webseite: a) die Kundendaten sehr wohl mit den genetischen Daten direkt verknüpft, b) diese Daten resp. die Genproben selbst wöchentlich an die US-Firma „Family-Tree“ weiterleitet,  welche c) die Daten selbst ebenfalls in die weltweit grösste private Gen-Datenbank einspeist und d) die Daten und Proben alles andere als angemessen vor unberechtigtem Zugriff schützt.

Dies ist einfach ein weiteres Beispiel dafür, wie heikel es ist, seine Daten einer privaten  Firma zu überlassen, umso mehr, wenn die Kommunikation hauptsächlich via Internet stattfindet. Denn diese Firmen sind eben in der Regel gewinnorientiert und Nichts mehr… soll nicht heissen, dass die Daten bei staatlichen Institutionen sicherer wären (dazu gibt es ja auch entsprechende Fälle).

Hier noch eine zufällige Auswahl vergangener Fälle (Quelle: heise.de):