Ab 25. März dieses Jahres steht er nun bereit für die Rütner Bevölkerung: Der City Molok! Dabei handelt es sich um einen unterirdischen überdimensionalen Abfalleimer, welcher nur Gemeindemitgliedern mit gültiger Zuganskarte zur Verfügung steht. Da ich das Konzept von der Stadt Zürich kenne, dachte ich anfangs: Hey, das ist mal eine gute und moderne Idee! Schon beim zweiten Nachdenken sollten aber jedem vernunftbegabten Bürger ein paar Bedenken in den Sinn kommen.
Nach einer vollmundigen Ankündigung durch die Behörden und der Ignorierung meiner Anfrage bezüglich meiner Bedenken durch dieselben, lege ich sie hier dar (in beliebiger Reihenfolge):
Der Umweltaspekt: Wir sind nicht die Stadt Zürich! Eine grosse Studie letztes Jahr ergab, dass die Verkehrsprobleme, unter denen unser Städtchen zu Stosszeiten leidet, zu 95% hausgemacht sind. Die Rütner sind nun mal autobegeisterte Leute. Unter diesem Gesichtspunkt ist klar, was passieren wird: Die Leute fahren also eine Mehrstrecke zum und vom City-Molok, wo sie ihre Abfallsäcke deponieren. Ein völliger Blödsinn. In der Stadt Zürich hingegen ist die Situation bedingt durch die hervorragende Versorgung durch den öffentlichen Verkehr eine ganz andere:: man springt mal eben in’s nächste Tram oder den nächsten Bus, kein Problem.
Gegenargument: Die Gemeindeverwaltung plant, 15 solche Installation überall zu verteilen, dadurch sollte auch der Transport zu Fuss möglich werden. Ich sage dazu: Da kennt Ihr die Rütner schlecht
Da müsste dieser Container schon in max. 50 Meter Entfernung zu erreichen sein, damit ich mit schweren Abfallsäcken dahinlatsche.
Der finanzielle Aspekt: Ich zahle für die Benutzung des Moloks (ob gleich viel oder mehr als die normalen Abfallgebühren, weiss ich nicht) UND muss den Transport der Abfallsäcke selbst übernehmen und da es keinen direkten Bus “Zum Abfall-Molock” gibt, bleibt da ja eigentlich nur das Auto.
Der soziale Aspekt: Warum soll ich selbst die Arbeit machen, für die durch meine Steuern andere Menschen bei den Kehrichtverbrennungsanlagen einen Lohn und einen Arbeitsplatz erhalten? Das ist wie beim E-Banking: Man hat im Endeffekt die Arbeit UND zahlt noch dafür!
Also wirklich, da gäbe es bessere Ideen für ein fortschrittlicheres Rüti als nichtvorhande Probleme lösen zu wollen. Bin ich der einzige, der diese Idee Müll (im wahrsten Sinne des Wortes) findet? Was denkt Ihr über solche Installationen in ländlichen Gebieten? Werden die Menschen zu Fuss ihre Abfallsäcke dahinbringen (wäre eigentlich ja auch gesund, etwas Bewegung am Abend) oder eher schnell in’s Auto springen?
