Apropos Vermögenssteuer: Von der Gier nach weniger… 1

Posted by Chris on August 10, 2011

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Ein paar Zahlen:

71000 = 0

150000 = 9

200000 = 67

Bedeutet: Bis zu einem Vermögen von 71’000 Franken zahlt man im Kanton Zürich gar nix. Bei einem Vermögen von 200’000 Franken muss man im Kanton Zürich eine Vermögenssteuer von 67 Franken bezahlen. Punkt. Und das ist der FDP und der SVP immer noch zuviel. Jeder kann sich seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Als ich vor einigen Jahren ein anständiges Sümmchen zusammengespart hatte (bevor ich es mit Aktien vernichtete), erschrak ich effektiv, wie wenig ich dafür zahlen musste (ein paar Franken höchstens). Wer also richtig reich ist und kein Einkommen versteuern muss (denn da wird’s bereits für die Mittelschicht so richtig teuer), der hat in der Schweiz ein Paradies gefunden. Wen wundert es bei dieser unverminderten, höhnischen Gier der Begüterten, dass die Chancenlosen es ihnen gleichtun (siehe London), einfach mit den ihnen gegebenen Mitteln? Mal ganz ehrlich, wer findet diese Gier nicht seit langem abstossend? Vielleicht noch diejenigen, die mit dem Motto “Tiefere Steuern helfen allen” eine Lüge durch vielfache Wiederholung zur Wahrheit werden lassen wollen? Man bedenke: Die Vermögenssteuern machen in unserem Land nicht einmal 1% des Bruttoinlandproduktes (BIP) aus. Wie soll dieses eine Prozent halbiert unsere Wirtschaft ankurbeln? Rein mathematisch gesehen merkt ein Zweitklässler schon, dass dies Unsinn ist.

[1] http://www.estv.admin.ch/dokumentation/00079/00080/00736/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdYR5f2ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A–
[2] http://www.svp-zuerich.ch/nt/download/zb/bote090220.pdf
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer
[4] http://www1.arbeiterkammer.at/taschenbuch/tbi2011/einkommens-_und_vermoegenssteuern_in_-_des_bip.html

 

 

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  1. ChrisNo Gravatar Di, 01 Nov 2011 16:57:03 UTC

    Bevor man mir Scheinheiligkeit und Gier (wegen der Bemerkung über meine Aktien) vorwirft: Das waren Aktien, die vor 10 Jahren noch als “Erz-Konservativ, langweilig, viel zu stabil” etc. verunglimpft worden wären. Sollte man doch in Unternehmen investieren, von denen man wirklich etwas verstünde (das wäre bei mir z.B. UBS, Zurich, Redhat, Oracle u.ä.) aber all dies ist heute unwichtig. Es gibt keine realen Entsprechungen mehr, ausser bei Aktien, die nicht an den Spielkasinos äh Börsen kotiert sind.