Posted by Chris
on Februar 26, 2010

Kaum wurde KDE SC 4.4.0 (SC steht für Software Compilation, seit ein paar Wochen nennt sich KDE so, weil es doch langsam viele Software aus dem Projekt gibt) und schon stehen für Fedora 12 die Pakete bereit. Natürlich rechnete ich mit Kinderkrankheiten, denn ein KDE 4-Release war noch nie “Produktionsreif” sondern eigentlich immer Beta. Das ist nun mal so, wen das stört, der soll doch testen und helfen, damit sich das ändert.
Auf jeden Fall wurde KDE schlanker, was die Fensterdekoration angeht. Es gibt einen Formfaktor-Umschalter, der bei mir aber zuerst einmal den kwin-Prozess abstürzen liess. Ein Erlebnis, welches sich unter verschiedensten Umständen wiederholen sollte. Die Intention des Umschalters ist jedoch durchaus klar, denn bei Netbooks kommt ein ganz anderes Prinzip zum tragen als bei Desktops:

Posted by Chris
on Juni 20, 2009

Die enge „Zusammenarbeit“ (man könnte es auch Prostitution in Form von Girobuchungen nennen) mit dem Hardwarehersteller Asus zeigt uns, das Microsoft endlich wieder so handelt, wie wir es von früher kennen. Zu sehen ist dies in der neuesten EEE-PC-Kampagne von Asus. Beim ersten Blick auf die dazugehörige Webseite glaubt man erst, es handle sich um einen Witz. Falls das Video Zicken macht, ist es auch auf Youtube erhältlich. Aber es ist kein Fake sondern durchaus ernst gemeint. Offenbar traut der Konzern Frauen maximal die Bedienung von Windows XP zu (welche dabei debil lächeln, während das Familienoberhaupt die Brötchen verdient). Da spricht Asus wohl ein ganz bestimmtes Kundensegment an, welches von Emanzipation noch nie gehört geschweige den gelesen hat. Die beste Frau meines Lebens kann im übrigen sehr wohl mit Linux umgehen, sogar mit Fedora und sie würde sich beim Anblick dieses Sülzfilmes ziemlich sicher übergeben.
Schade ist, dass Asus sich schamlos bedient hat bei Linux, denn fast jedes Motherboard wird seit geraumer Zeit mit Splashtop ausgeliefert, wobei es sich um nichts anderes als ein kleines Linux-System handelt (aber der Kunde soll dies tunlichst nicht wissen). Der sensationelle Erfolg einer neuen Geräteklasse innerhalb von wenigen Monaten, den sogenannten „Netbooks“, durch die EEE-PC’s wurde mit Linux möglich, welches damals das Standard-Betriebssystem war (vor allem weil kein neueres Windows auf den kleinen Kistchen lauffähig ist und Windows XP offiziell nicht mehr im Verkauf war). Schnell musste Microsoft handeln und holte XP aus der Mottenkiste, die Kunden sollten besser ein 8jähriges System vorgesetzt bekommen als freie Linux-Luft zu atmen. In einer Diktatur ist Bildung eben der größte Feind. Den Netbookherstellern wurden Angebote unterbreitet, die sie nicht ablehnen konnten und heute muss man Linux extra bestellen beim Netbookkauf. So darf Asus heute offiziell als „Leecher“ bezeichnet werden, also „Blutegel“ oder „Schmarotzer“, da sie sich mit Opensource bereichert haben, ohne je etwas zurückzugeben.
Für Linux-Benutzer und Admins trotzdem ein Grund zur Freude, denn man konnte in letzter Zeit fast ein bisschen Angst bekommen durch all die Bemühungen von Microsoft in Richtung Opensource zu gehen. Ein Microsoft-Logo beim Booten von Novell’s SuSE hätte wohl so manchen Linux-Admin seine Berufswahl überdenken lassen. Aber zum Glück kehrt der Konzern zu seinen Wurzeln der FUD-Verbreitung zurück.
Genießen wir das wohlige Gefühl, endlich wieder Gewissheit zu haben, auf der richtigen Seite zu spielen, die propagandistischen Kapitalisten tun wieder das, was sie am besten können: Schwachsinn verbreiten und hoffen, das jemand anbeisst. Etwas Undergroundfeeling kommt wieder auf. Und noch etwas Gutes: Die Wahl der nächsten Hardwarekomponenten wird auch ein bisschen leichter
Posted by Chris
on Mai 26, 2009

Ach ja, öffentlich ausgeschrieben sollten sie jeweils werden! Offenbar gilt dies aber nicht für den IT-Sektor in der Schweiz, schade, dass uns erst die Engländer darauf aufmerksam machen müssen: http://www.eweekeurope.co.uk/news/red-hat-sues-switzerland-over-microsoft-monopoly-965
Update 28.05.2009: Wie ich gerade bei heise.de erfahren durfte, ist auch das Bundesverwaltungsgericht dieser Meinung
Eine öffentliche Ausschreibung würde halt vermutlich wie beim Beispiel der Stadt München dazu führen, dass der Monopolist endlich abgelöst wird.
Ich kann die Krisen-Sprüche “Die Schweiz muss die Krise als Chance nutzen” angesichts solcher Mauscheleien (oder kann man hier gar schon von Korruption sprechen?) echt nicht mehr hören: Anstatt endlich einmal echte Chancen wahrzunehmen, einen ganzen Batzen Geld zu sparen, welches nach Redmond, USA fliesst, wird weiterhin der vermeintlich bequemere aber teure Weg der Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen gegangen. Der Leidens- und Finanzdruck kann also gar nicht so gross sein, sonst gäbe es in dieser Richtung wesentlich mutigere Entscheidungen.
Dabei geht es nicht mal so sehr um die vermiedenen Lizenzkosten, aber es würden dadurch langfristig Arbeitsplätze im Inland gefördert resp. zusätzlich geschaffen werden!
Hier noch ein sehenswertes Video von der letzten Cebit, in welchem der Projektleiter von Limux der Stadt München, Florian Schießl, das Projekt erläutert (Dauer: 30 Minuten):
http://streaming.linux-magazin.de/events/cos09/archiv/mi05/
Posted by Chris
on März 17, 2009

Frei nach dem Linux Magazin 04/09 eine kurze Aufstellung der 10 ziemlich alles umfassenden Argumente, die für den Einsatz von Linux und Opensource sprechen. Die Reihenfolge ist übrigens willkürlich und spiegelt keine Priorität wider: Continue reading…
Posted by Bo
on November 17, 2008

Perl 5.10 ist nun bereits eine Weile draussen und hat Einzug auf die gängigen Linux-Distributionen gehalten. Aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Reminder bringen, welche Features für den Programmieraltag wirklich der Rede Wert sind. Viele der Neuerungen sind Backports aus der Designarbeit an Perl 6.
Da dies keine Einführung in Perl darstellt, sondern eine Info an Cracks, Admins und solche die es werden wollen, gehe ich nicht auf die Details ein. Ich schlage vor die Code-Beispiele jeweils in die Kommandozeile zu kopieren und zu damit herum zu spielen.
Wenn man die neuen Features benutzen will muss man dies im Skript deklarieren.
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