Einmal mehr: Es ist keine Frage OB private Daten missbraucht werden, sondern WANN 2

Posted by Chris on Juli 25, 2009

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Ein weiteres unrühmliches Beispiel nachdem 2008 vor allem in Deutschland und England viele grobe Datenmissbräuche und Schlampereien stattfanden: Die Ausgabe Nr. 15 des Beobachters (Seite 18ff.) berichtet von der Zürcher Firma Gentest.ch, bei der man mittels Gentest herausfinden kann, ob die Vorfahren Wikingen waren oder so. Diese Firma hat trotz gegenteiliger Angaben auf ihrer Webseite: a) die Kundendaten sehr wohl mit den genetischen Daten direkt verknüpft, b) diese Daten resp. die Genproben selbst wöchentlich an die US-Firma „Family-Tree“ weiterleitet,  welche c) die Daten selbst ebenfalls in die weltweit grösste private Gen-Datenbank einspeist und d) die Daten und Proben alles andere als angemessen vor unberechtigtem Zugriff schützt.

Dies ist einfach ein weiteres Beispiel dafür, wie heikel es ist, seine Daten einer privaten  Firma zu überlassen, umso mehr, wenn die Kommunikation hauptsächlich via Internet stattfindet. Denn diese Firmen sind eben in der Regel gewinnorientiert und Nichts mehr… soll nicht heissen, dass die Daten bei staatlichen Institutionen sicherer wären (dazu gibt es ja auch entsprechende Fälle).

Hier noch eine zufällige Auswahl vergangener Fälle (Quelle: heise.de):

Der Boris geht nach Afrika!

Posted by Chris on Juni 29, 2009

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Tja, mein lieber Opensource-Mitstreiter Boris hat seine Drohung nun doch wahrgemacht und reist nach Afrika, um eine technische Schulungseinrichtung im Rahmen eines Hilfsprogrammes in Informatikfragen zu unterstützen.

Er wird uns hoffentlich häufig über seine Erlebnisse informieren in seinem eigens dafür eingerichteten Blog: http://garkida.wordpress.com/

Den Fotos nach zu urteilen, gibt es bestimmt einiges zu tun. Ich wünsche Dir vorab schon einmal alles Gute und viele schöne und interessante Erlebnisse und Bekanntschaften!

Linux-Distributions Test Nr. 7: *** Mandriva 2009.1 ***

Posted by Chris on Juni 12, 2009

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Obwohl gerade erst der Fedora 11-Löwe in die freie Wildbahn entlassen wurde, dachte ich mir, „den sollen andere testen“. Da Fedora sowieso auf den meisten meiner Maschinen läuft, wäre ich ohnehin befangen.

Dem einsteigerfreundlichen PCLinuxOS die Basis bietend steht Mandriva schon seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste zum Testen.

Zurzeit (nicht zuletzt dank dem neuen Release) auf Platz 6 von Distrowatch finden wir Mandriva, welches noch bis ca. 2005 Mandrake hiess. Mehr zur Herkunft, Geschichte und viele Details zu dieser großen Distribution sind in Wikipedia zu finden. So kann ich mich gut auf die Details konzentrieren, welche Mandriva von anderen Distributionen abhebt. Und das sind schließlich immer noch genug.

Herkunft / Ursprung

Gem. Wikipedia und der Linux-Distributions-Geschichtstafel wurde Mandriva (dass vor einem Namenskonflikt eben noch Mandrake hiess) von Redhat abgeleitet (genauer: 1998 von Gaël Duval). Diese Herkunft ist ja bereits ein gutes Zeichen.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.mandriva.com
  • Businessmodell: Verkauf von div. Server- und Desktopversionen, auch USB-Sticks
  • Ungefähre Grösse der Vollversion als ISO-Image: 690 MB
  • LiveCD Funktion: Ja
  • Sprachen: Div. Übersetzungen
  • Abgeleitet von: RedHat
  • Kernel: 2.6.29
  • Package-Management: rpmdrake (grafisch) und urpmi (CLI)
  • Paketformat Standard: RPM
  • Release-Zyklus: Ungefähr nach Jahreszeiten (z.B. „Spring Edition“)
  • Standarddesktop: KDE
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: In Kwin integriert (Standard seit KDE 4)
  • Kosten für Updates und Support: Je nach Lizenz der kommerziellen Version ab 49 Euro. Keine Kosten (Wiki, Foren) für die freien Versionen
  • Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Unfreie Software in den kommerziellen Versionen enthalten
  • Dokumentationen: http://doc.mandriva.com/
  • Forum: http://forum.mandriva.com/
  • Wiki: http://club.mandriva.com/xwiki/bin/view/KB/
  • Bugtracker: Bugzilla => https://qa.mandriva.com/
  • Mitmachen: http://www.mandriva.com/en/community/start

Besonderheiten dieser Version

  • MSEC Sicherheitspaket
  • Zentrale Konfiguration mit drakconf und den draktools
  • Schnelle Updates durch Delta-RPM’s

Erster Eindruck vom Desktop

Auch Mandriva schliesst sich dem allgemeinen Trend zur Einfachheit auf dem Desktop an. Die Schriften und die Kontrollleiste sind in der Standardeinstellung etwas zu klein für kurzsichtige Benutzer. Die feine Auswahl an Extra-Plasmoiden gefällt mir. Man merkt, dass die Mandriva-Designer den Wechsel von KDE 3 zu 4 sehr sanft machen wollten, denn es sieht auf den ersten Blick eher wie eine 3er Version aus.
Prinzipiell zu KDE 4.2 noch ein paar Anmerkungen: Dank den Features und der Stabilität (endlich) von KDE 4.2 in der Grundinstallation lässt es nun meines Erachtens auch MacOSX hinter sich (bei passenden Grafikkartentreibern umso mehr). Die noch vorhandenen Bugs (Semantischer Desktop, Plasma-Activities, automatische Plasmoideninstallation) werden durch die standardmäßig vorhandenen Features (PowerDevil, SVN-Integration, Unterstützung von verschlüsselten Partitionen und USB-Sticks im Dateimanager Dolphin) mehr als ausgeglichen. Auch die Plasmoiden-Entwicklung in der Community nimmt jetzt an Fahrt auf, es wird künftig sicher noch viele tolle Spielzeuge mehr geben ;-) Es wird endlich Zeit, einmal selber so ein Ding zu programmieren, was ich mir schon seit über einem Jahr immer wieder vornehme. Ich finde es erstaunlich, wie sehr man KDE4 visuell verändern kann auch ohne spezielle Kenntnisse, was es den Distributoren ermöglicht, eindeutige Merkmale bereitzustellen bei maximaler Portierbarkeit. Das war natürlich auch schon bei den Vorgängern so, aber nicht in dem Masse wie heute. Soviel also zu KDE unter Mandriva, bitte entschuldigt die Abschweifung.

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Leider wird die Freude am aufgeräumten Desktop etwas getrübt durch Icons wie „Herzlich Willkommen“, „Join Mandriva“ und gar „Upgrade to Powerpack“, gerade letzteres ist in einer reinen Community-Version ein Unding, aber wir wollen mal nicht zu pingelig sein, denn wie bereits erwähnt hat Mandriva auch kommerzielle Distributionen im Programm und dadurch natürlich auch ein bisschen kommerzielle Interessen.

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Novell lässt die Maske ein Stück herunter

Posted by Chris on März 20, 2009

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Seit Novell SuSE Linux gekauft hat und besonders seit der Zusammenarbeit mit dem Software-Riesen Microsoft fragen sich Linux-Profis weltweit immer wieder: Was hat Microsoft-Novell eigentlich vor mit ihrem Linux-„Engagement“?
Nun, die letzten Neuigkeiten: Von den Entlassungen sind verhältnismässig viele Linux-Entwickler (25 der 100 Entlassungen) betroffen. Und dies trotz exzellenten Ergebnissen im Opensource-Bereich.

Wie befürchtet wird also nun das Linux-Engagement eingeschränkt, da Novell offenbar genug SuSE-Plattformen an die Kunden verschachert hat, um nun erst die richtig teuren Produkte (Groupwise u.ä.) zu verkaufen. Für mich noch ein Grund mehr, eine andere Distribution einzusetzen, wenn man denn die Wahl hat. Gerade Debian und Redhat werden auch in Europa immer häufiger eingesetzt, wenn grosse Projekte anstehen (Beispiele: Kanton Solothurn, Postfinance).

Wer weiss wie lange es dauert, bis uns die Novell-Manager mehr von ihrer Strategie zeigen? Vielleicht wird die Weiterentwicklung der Enterprise-Linux-Version praktisch ganz eingestellt? In diesem Fall käme ich mir als OpenSuSE-Community-Member ziemlich verarscht vor. Hoffen wir, dass es bei dieser Anzahl Entlassungen bleibt und das Novell nicht unsere alten Befürchtungen zur Wahrheit macht, wonach die Kooperation mit Microsoft mittel- und langfristig doch eher zum Schaden der in Europa immer noch am häufigsten eingesetzten Enterprise-Distribution gereicht.

10 Argumente pro Linux / Open Source

Posted by Chris on März 17, 2009

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Frei nach dem Linux Magazin 04/09 eine kurze Aufstellung der 10 ziemlich alles umfassenden Argumente, die für den Einsatz von Linux und Opensource sprechen. Die Reihenfolge ist übrigens willkürlich und spiegelt keine Priorität wider: Continue reading…