Wie war das nochmal mit Aufträgen der öffentlichen Hand?

Posted by Chris on Mai 26, 2009

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Ach ja, öffentlich ausgeschrieben sollten sie jeweils werden! Offenbar gilt dies aber nicht für den IT-Sektor in der Schweiz, schade, dass uns erst die Engländer darauf aufmerksam machen müssen: http://www.eweekeurope.co.uk/news/red-hat-sues-switzerland-over-microsoft-monopoly-965

Update 28.05.2009: Wie ich gerade bei heise.de erfahren durfte, ist auch das Bundesverwaltungsgericht dieser Meinung ;-)

Eine öffentliche Ausschreibung würde halt vermutlich wie beim Beispiel der Stadt München dazu führen, dass der Monopolist endlich abgelöst wird.

Ich kann die Krisen-Sprüche “Die Schweiz muss die Krise als Chance nutzen” angesichts solcher Mauscheleien (oder kann man hier gar schon von Korruption sprechen?) echt nicht mehr hören: Anstatt endlich einmal echte Chancen wahrzunehmen, einen ganzen Batzen Geld zu sparen, welches nach Redmond, USA fliesst, wird weiterhin der vermeintlich bequemere aber teure Weg der Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen gegangen. Der Leidens- und Finanzdruck kann also gar nicht so gross sein, sonst gäbe es in dieser Richtung wesentlich mutigere Entscheidungen.

Dabei geht es nicht mal so sehr um die vermiedenen Lizenzkosten, aber es würden dadurch langfristig Arbeitsplätze im Inland gefördert resp. zusätzlich geschaffen werden!

Hier noch ein sehenswertes Video von der letzten Cebit, in welchem der Projektleiter von Limux der Stadt München, Florian Schießl, das Projekt erläutert (Dauer: 30 Minuten):

http://streaming.linux-magazin.de/events/cos09/archiv/mi05/

Dinge die die (ländliche) Welt nicht braucht: Der City Molok in Rüti

Posted by Chris on April 16, 2009

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Ab 25. März dieses Jahres steht er nun bereit für die Rütner Bevölkerung: Der City Molok! Dabei handelt es sich um einen unterirdischen überdimensionalen Abfalleimer, welcher nur Gemeindemitgliedern mit gültiger Zuganskarte zur Verfügung steht. Da ich das Konzept von der Stadt Zürich kenne, dachte ich anfangs: Hey, das ist mal eine gute und moderne Idee! Schon beim zweiten Nachdenken sollten aber jedem vernunftbegabten Bürger ein paar Bedenken in den Sinn kommen.

Nach einer vollmundigen Ankündigung durch die Behörden und  der Ignorierung meiner Anfrage bezüglich meiner Bedenken durch dieselben, lege ich sie hier dar (in beliebiger Reihenfolge): Continue reading…

Politik für Idioten? 3

Posted by Chris on März 05, 2009

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Bei allen Unkenrufen und Satiren über die Politik in Deutschland, Österreich und Frankreich (Italien mal ausgenommen); die Schweizer Politik scheint sie leider zurzeit in Nichtigkeit und Idiotie zu übertreffen: Im grossen Rat wird allen Ernstes tagelang über eine Aufhebung des Verbots von Formel1-Rennen debattiert. Das geht dann weiter in den kleinen Rat (Ständerat) etc. Es ist eigentlich egal, ob es dann letztendlich ein Ja oder ein Nein gibt, da vermutlich sowieso keine Strecke gebaut werden wird. Aber es hat mal wieder “symbolischen” Charakter. Dafür zahle ich also Steuern, nun gut. Aber es geht ja noch weiter: Nun werden wir (das sog. Stimmvolk) mit einer dümmlichen Initiative namens “Bauverbot für Minarette” bestraft. Habt Ihr sie eigentlich noch alle? Die grösste Weltwirtschaftskrise aller Zeiten hat uns am Allerwertesten und Ihr tischt uns solch einen Auswurf auf? Bitte, lasst die letzten Schweizer Bürger die ihre Intelligenz nicht mit 20Minuten oder Tele-Züri verdampft haben, hoffen, dass es bald wieder echte politische Inhalte gibt, sonst sinkt der Wähleranteil, was in einer Demokratie bekanntlich mithin das Schlimmste ist, was passieren kann. Vielleicht lese ich ja auch nur die falschen Zeitungen ;-)

UPDATE: Gerade durfte ich vom Beobachter Nr. 5/2009 erfahren, dass wir bald mit einer Initiative von Kreationisten beglückt werden. Immer wenn man denkt, es kann nicht noch dümmer werden, wird man eines schlechteren belehrt…

Falling in love with Fedora 10… 1

Posted by Chris on Dezember 01, 2008

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Das Warten auf Fedora 10 hat sich mal wieder definitiv gelohnt! Ich komme trotz vorhandener ATI und Intel-Grafikkarten zwar noch nicht in den Genuss des besten grafischen Schmankerls: KMS (Kernel Mode Setting), aber der Rest scheint auf Anhieb zu klappen wie versprcchen. Es sieht aus wie aus einem Guss, der Bootprozess ist etwas schneller geworden und für mich als KDE-Fan wartet endlich ein einigermassen stabiles KDE 4.1 auf Arbeit. Pulseaudio ist stabiler geworden (wenn auch noch nicht bugfrei) und übernimmt nun alle Audio-Aufgaben, so hat Amarok z.B. gar keine Optionen mehr um die Ausgabe auf etwas anderes umzustellen und das ist gut so.

Hier ein kleiner Status meiner Installationen:

  • iMac hat denselben Status (d.h. Mikro und Mausrädchen funktionieren noch nicht)
  • Thinkpad: Bis auf die Thinkpad-Buttons (unter KDE4 noch nicht direkt unterstützt) alles o.k. Was mich absolut positiv überrascht und besonders freut: KDE4 scheint sogar mit eingeschalteten Desktop-Effekten genausowenig Strom zu verbrauchen wie KDE3! Im Leerlauf zwischen 11-13 Watt und mit Fensterbewegung (3D und transparent) maximal 16 Watt. Damit scheint KDE4 absolut Netbooktauglich zu sein.

Probleme

Natürlich gibt es auch bei diesem Release ein paar “Wie hat das bloss die Beta-Phase überstanden?” Erlebnisse:

  • kpackagekit frisst unersättlich Memory, wenn keine Netzwerkverbindung besteht (Notebook)
  • amarok 2.0 ist was die Oberfläche anbelangt noch im Betastadium und die Bedienung alles andere als intuitiv. Ausserdem werden Benutzer, die den “alten” Amarok geschätzt haben, verschreckt mit solchen krassen Oberflächen- und Backend-Änderungen
  • Instabilitäten im Zusammenhang mit Xorg und KDE4 mit Dekstopeffekten. Beispiele: Abstürze (selten). Switching auf Konsole und zurück auf KDE (tty1) nicht möglich mit aktivierten Effekten (zumindest mit Intel-Grafikchip).
  • xine läuft ca. 1 Sekunde bevor’s einen Speicherzugriffsfehler gibt

Nachtrag:

Nach längerer Testzeit sind mir doch noch ein paar mehr Dinge aufgefallen, vor allem solche, die eigentlich niemals so durch die Finger der Betatester rutschen sollten (ich vermute mal überhastete Updates vor dem Release?). Die Fehler betreffen die KDE-Version, über die Gnome-Version kann ich nichts sagen, da ich sie nicht benutze, aber wie ich Gnome kenne, läuft da alles stabil ;-)

  • CD’s werden standardmäßig mit kscd wiedergegeben, nur leider ohne Ton! Lösung: Kaffeine benutzen In der Konfiguration das Ausgabegerät auf Phonon stellen (das sollte Standard sein, ist es aber leider nicht)
  • Auch das Ripping-Programm (Sound Juicer) hat ‘ne Macke: Als wir eine CD der Freundin rippen wollten (frustriert durch obiges CD-Abspiel-Problem), sah ich, dass das Programm *.oga Dateien erstellte. “Na klar, Ogg Audio” dachte ich. Nur schade, dass Amarok dieses Format nicht erkennt beim Scannen der Sammlungs-Ordner! Lösung: Umbenennen nach *.ogg und Amarok erkennt die Stücke wie gehabt.

Fazit

Auf dem Notebook sollte man die Desktopeffekte nur anschalten, wenn man seine Freunde und Kollegen beeindrucken möchte. Danach sollte man vorerst darauf verzichten, weil man sonst im Gegenzug auf Funktionen wie Konsolen-Switch, Suspend-To-Ram und Suspend-To-Disk (resp. das Aufwachen macht Probleme) verzichten muss.
Sonst gibt es eigentlich nichts zu beachten, viel Spass beim Installieren und ausprobieren!

Der Beobachter rutscht aus

Posted by Chris on November 20, 2008

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Vielleicht ist mit dem neuen Chefredaktor Andres Büchi ein neuer Stil im Beobachter eingekehrt? Das dachte ich mir, als ich den AHV-Artikel der Ausgabe 23/08 gelesen habe.
Auf mein Leser-eMail, in welchem ich mich über die Gründe dieser meines erachtens propagandistischen Schrift wunderte, habe ich überraschend eine Reaktion vom Chefredaktor persönlich erhalten (Vielleicht hat er Textbausteine verwendet, aber zumindest teilweise geht seine Antwort direkt auf mein Mail ein):

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