Posted by Chris
on September 17, 2008

Die Karriere eines Linux-Geeks verläuft meistens ähnlich: Als erstes wird ein SuSE (heute wohl eher ein Ubuntu) installiert und man erfreut sich an der einfachen und schnellen Installation und danach an den unzähligen Gratis-Tools. Und dies ohne je einen einzigen Key oder Online-Aktivierung oder Zahlung machen zu müssen (geschweige denn irgendwelche suspekten Cracks einzusetzen). Häufig folgt darauf die Neugier, unter der Haube nachzusehen. Also lernt man viele Systembefehle, etwas Bash-Skripting und schon will man auch das Herz des Betriebssystems selber backen: den Kernel. In diesem doch schon etwas fortgeschrittenen Stadium wechseln viele Benutzer zwischenzeitlich zu Gentoo, denn dort lernt man den Bootstrap-Prozess eines Linux-Systems ziemlich intensiv (auch wenn dies meiner Meinung nach etwas überschätzt wird, denn Gentoo ersetzt keine Grundausbildung in Serveradministration u.ä.)
Danach wechselt man der Stabilität zuliebe zu [bevorzugte Distribution hier einfügen], wo meistens ein relativ aktueller Kernel mit allen benötigen Modulen bereitliegt. Kaum jemand kompiliert heute noch einen Kernel wegen dem Performancegewinn oder der Datei-Grösse. All dies ist bei modernen Desktop und Laptops nicht mehr allzu relevant.
Aber trotzdem backe ich den Kernel ca. seit Version 2.6.25 selbst, zumindest für meine speziellen Maschinen. Dies hat vor allem mit der Qualität von RC-Kerneln zu tun und der Entwicklungsgeschwindigkeit, die sich meiner Laien-Meinung nach merklich erhöht hat. Musste ich für meinen iMac sehr lange warten, bis ich die Soundkarte via Hack zum laufen bekam, wird sie mit Kernel 2.6.27 direkt und korrekt erkannt. Und auch der Thinkpad X61s bedankt sich für aktuellste Intel-WLAN-Treiber (oh ja, denn der alte Zweig war ein _klein_ wenig instabil, Betroffenen wissen, was ich meine). Leider muss ich dort dann auf SE-Linux verzichten, da sich 2.6.27 nicht mit dem angegrauten Fedora 8 verträgt.
Es kann zurzeit also durchaus lohnend sein, wenn man neuere Hardware hat oder speziellere Geräte wie den iMac. Und mit einer funktioniereneden Konfiguration, welche man immer wieder aktualisiert, braucht man dazu effektiv ja nicht mehr als 5 Minuten an der Tastatur zu sitzen.
Ach ja, hier noch die Kernel-Konfiguration, wie sie für iMac und Thinkpad funktionieren sollte: kernel-config-26
Posted by Chris
on Juli 29, 2008

Nach einer Auszeit meines Linux-Experiments auf dem iMac 24 von ca. 5 Monaten hatte ich endgültig genug vom OSX. Einfache Aufgaben wie “schnell ein Mail schreiben” u.ä. dauerten unter dem Strich einfach länger auf Mac als auf Linux (und sogar Win XP). Ich bin auch nicht bereit, für simple Progrämmchen Unsummen auszugeben, nur damit ich mit meinem “coolen” Mac endlich richtig arbeiten kann. Deshalb installierte ich also Fedora 9, neugierig, was die inzwischen zahlreich vorhandenen Updates verbessert haben. Tatsächlich lag am Jahresanfang einiges noch im Argen, wenn man den ersten Artikel anschaut. Mittlerweile sind wir jedoch bei Kernel 2.6.25 und zwei problematische Teile funktionieren nun tatsächlich besser:
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Posted by Chris
on Juli 26, 2008

Das neue Opensource-Jahrbuch 2008 wurde veröffentlicht. Man kann es hier heruntergeladen werden mit oder ohne kleine Spende an die Autoren (so 2 Euro wären ja eigentlich angebracht). Ideal für ein paar einsame Stunden am sonnigen Strand (oder Balkon)! Vor allem wird die Freundin nicht neugierig drin blättern
(ja ich weiss, das war jetzt ein klassisches Vorurteil)
Posted by Chris
on Juni 08, 2008

Seit meinem Erfahrungsbericht vom letzten Jahr haben sich einige der Stromspareinstellungen geändert und einige Tricks sind dazugekommen. Als erstes meine aktuelle /etc/rc.local Datei:
# Div. Stromsparer:
echo 5 > /proc/sys/vm/laptop_mode
echo 0 > /proc/sys/kernel/nmi_watchdog
# Achtung, 30000 = 5 Minuten Datenverlust, wenn die geaenderten Daten
# kleiner sind als der Festplattenpuffer
echo 30000 > /proc/sys/vm/dirty_writeback_centisecs
# Nach 4*5=20 Sekunden wird die Festplatte ausgeschaltet
# Achtung, dies schraenkt im Gegenzug die Lebensdauer der Platte etwas ein
hdparm -B 16 -S 4 /dev/sda
# Stromsparmodus fuer alle USB-Geraete:
for i in /sys/bus/usb/devices/*/power/autosuspend; do echo 1 > $i; done
# Div. Stromsparmodi:
echo 1 > /sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save
echo 1 > /sys/devices/system/cpu/sched_mc_power_savings
###iwpriv wlan0 set_power 7 # original 5, but 1 is from lesswatts.org
# Besserer Weg, die iwl-Treiber in den Stromsparmodus zu wechseln:
echo 7 > /sys/bus/pci/drivers/iwl4965/0000:03:00.0/power_level
ethtool -s eth0 wol d
# Lebensverlaengerung der Batterie, wenn sie am Strom haengt (sie sollte
# immer zwischen 40% und 85% sein):
# Als Alternative den Startthreshold auf 81% setzen (wenn andere Anzeigen
# Probleme damit haben, z.B. gkrellm)
echo 85 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/stop_charge_thresh
##echo 81 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/start_charge_thresh
echo 30 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/start_charge_thresh
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