Wie (über)lebt man als Geek während dem Teilzeitstudium?

Posted by Chris on Februar 07, 2011

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Durch das Teilzeitstudium und den damit verbunden Geld- und Zeitmangel wird der Einfallsreichtum eines Geeks enorm gefördert. Schliesslich will man nicht die gesamten Ersparnisse in einem Jahr verdampfen müssen. Man muss sich besser organisieren, kann nicht einfach mal schnell einen Tablet-PC für eine Präsentation kaufen, das Notebook sollte 5 Jahre halten, bis das Studium fertig ist etc. etc.

Ausgehend von einem Teilzeitstudium (mit 60-80% Teilzeitstelle) und Mietkosten von ungefähr 40% des Bruttolohnes können folgende Punkte sicher behilflich sein, trotzdem ein gutes Leben ohne Hungergefühle zu führen:

Finanztipps:

1.) Kaufe nur ausgereifte Gadgets mind. der 2. Generation. Ersparnis: Ca. 2’000 Euro pro Jahr: Wie schon mehrfach erwähnt, bin ich ein “Late adopter”: Ich beobachte neue Gadgets oder gar Geräteklassen am Anfang mit Skepsis und warte meist die zweite oder dritte Generation ab. Das hat den Vorteil, dass die Geräte günstig, ausgereift und gut unterstützt sind. Nachteil: Geek-Faktor nicht so hoch wie wenn man der erste Importeur für ein superheisses Teil aus Japan ist…

2.) Essen wie die Armen im 18. Jahrhundert. Ersparnis: Ca. 300 Euro im Monat (ausgehend von den Lebensmittelpreisen der Schweiz). Als Vegetarier spart man zusätzlich nochmals etwa 100 Euro.  Man soll sich nicht geisseln, aber wenn man wie ich gerne auch mal nur eine Schüssel Reis oder arme Ritter isst (die sind richtig gemacht ein sehr günstiges Festmahl). So kann man sich trotzdem einmal wöchentlich ein gutes Restaurant leisten immer zu rechnen.

3.) Strom sparen. Ersparnis: Ca. 20-40 Euro im Monat. Als Geek hat man hier den Vorteil, auf LED abzufahren und in der Lage zu sein, den Heimserver per Wake-On-Lan zu starten (kommt auch die Netzwerkkarte an) anstatt ihn 24 Stunden heizen zu lassen, wenn man ihn dann doch nur 30 Minuten lang braucht.

4.) Gratis Mobil surfen: Der e-Reader Kindle von Amazon (nein, ich bekomme leider kein Geld für die Werbung) hat neben seinen Qualitäten noch einen ganz besonderen Nebeneffekt: Man kann damit gratis surfen via WLAN/3G/UMTS/GSM, die SIM-Card ist eingebaut und der Browser ist durchaus brauchbar. Da es von Seiten wie Gmail, Wikipedia, leo.org, gutenberg.org etc. Mobil-Versionen gibt, surft man sogar überraschend flott damit.

5.) Gratis SMS für Termine: Mit Google-Calendar kann man sich für Termine kostenlos SMS  schicken lassen. Wie man diesen “Service” für private SMS an beliebige Personen nutzen kann, müssen wir wohl noch austüfteln.

6.) Investiere in Aktien von Firmen, die Du sehr gut kennst: Wenn Du Ersparnisse von Deinem Berufsleben vor dem Studium hast, investiere so 20’000 Euro in Firmen, die Du wirklich gut kennst respektive von denen Du genau weisst, was sie tun. Bei mir war das z.B. Redhat und der Gewinn in einem Jahr finanzierte mir fast 3 Monatsmieten! Natürlich auch ein bisschen Glückssache. Aber bitte immerdaran denken: Nur Abschaum investiert in Lebensmittel!

Organisationstipps:

1.) Nutze eine Online-Festplatte (ich nehme das C-Wort lieber nicht in den Mund, das machen die Krawattenträger schon zur genüge): Dies ist zwar aus diversen Gründen etwas heikel (Privatsphäre, Datendiebstahl), aber wenn man sich den Anbieter gut aussucht und sensible Daten selber verschlüsselt (wie man es bis anhin auf den USB-Sticks machte), sollte das ein gangbarer Weg sein. Die Kosten (ca. 20 Euro für 100 GB je nach Anbieter) rechnen sich, weil man auf Sicherheitskopien, USB-Key-Rumschleppen usw. endlich verzichten kann. Wenn man wirklich einmal seine Daten braucht und an einem PC ohne Internet-Anschluss sitzt, muss man sich ohnehin andere Fragen stellen…

2.) Mache ein Organisationssystem: Das Ziel von allen Organisationssystemen (ich nutze beispielsweise GTD) ist zu wissen, was man als nächstes Tun soll. Eine unschätzbare Hilfe, wenn man arbeitet und gleichzeitig studiert. Rememberthemilk.com und Google-Services (Kalender, Mail) leisten hier sehr gute Dienste.

3.) Verliere Dich selbst nicht: Man ist manchmal geneigt, das ganze Privatleben inkl. Freunde und Familie zu vernachlässigen, weil man glaubt, jede Minute fürs Studium nutzen zu müssen. Tu das nicht! Man schreibt keine (viel) besseren Prüfungen (und wenn, dann ist es auch egal beim heutigen Modulsystem). Man kann sogar davon ausgehen, dass der fehlende Ausgleich die Semesternoten negativ beeinflusst. Also: Treibt weiter Eure bevorzugten Sportarten / Meditationstechniken etc. und haltet die sozialen Kontakte aufrecht. Durch gute Planung (siehe Punkt 2) hat man in der Regel genug Zeit, um sich zumindest die Minimalnote zu sichern.

4.) Nutze Deine Fähigkeiten mit dem Computer. Viele wissen es vielleicht nicht mehr, aber der Computer soll Zeit sparen anstatt verbrauchen. Also lautet das Motto: Automatisieren, Automatisieren, Automatisieren. Das kann via Onlineservices und/oder mit Skripten gemacht werden (Auto-SMS, Auto-Mails). Der Phantasie sind keine grenzen gesetzt.

Swisscom Digital TV im Geek-Kurztest 3

Posted by Chris on August 16, 2010

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Nachdem ich in diesem Bereich nicht den sogenannten “Early-Adaptor” spielen wollte, sondern mehr als fünf Jahre gewartet habe, war ich nach Besuchen bei Freunden sehr schnell überzeugt, dass digitales TV heute gut brauchbar ist. Überall war Cablecom TV im Einsatz, aber ich habe meine Erfahrungen mit der Firma gemacht und entschloss mich nach kurzen Preisvergleichen (was kostet es mich insgsesamt, wenn ich den SciFi-Kanal haben will?). Ausserdem dauerte mir den Senderwechsel (auch bei Leuten mit 20Mbit Bandbreite) zu lange. Nach fünf Tagen war es schon soweit: Ich installierte die viel zu grosse Box und es funktionierte alles auf Anhieb. Diese Box ist so gross wie eine PS3 (erste Generation!) und hat ebensolaute Lüfter und dürfte daher auch im Standby eine Menge Strom vertilgen. Meine Befürchtungen, der Senderwechsel wäre bei Swisscom ebenso langsam, stellten sich als unbegründet heraus. Ich zappe über die Box schneller als mit dem Fernseher selbst (Philips, ca. 4 Jahre alt, braucht ca. 1,2 Sekunden zum Senderwechsel).

Die TV-Box: Ja, auch 2010 ist sie noch so riesig!

Meine knappe Beurteilung der beworbenen Features:

  • Die Bildqualität ist in der Tat exzellent
  • Es gibt leider nicht viele HD Sender
  • Die Video on Demand Filme sind sehr einfach zu handhaben und die Auswahl ist sehr gross
  • Nur wenige Sender (bei mir Disneychannel) haben erkennbare Probleme mit Kompressionsartefakten
  • Gute Auswahl Radiostationen / Internetradio

Und hier die Geek-Infos:

  • Ein HD-Film benötigt 7 MBit. Diese Bandbreite sollte man immer abziehen, also lohnt sich praktisch nur eine Leitung mit mehr als 10 Mbit, weil sonst vermutlich mehr Kompressionen (und dadurch mehr Artefakte => schlechtere Bildqualität) verwendet werden.
  • Man kann Serien (wie StarTrek) sehr einfach und komfortabel aufnehmen, obwohl ich teilweise Zeitverschiebungen bemerkt habe.
  • Die TV-Box ist älterer Machart und das merkt man: Windows CE (3 Abstürze bisher, Startzeiten bis zu 4 Minuten möglich), Festplatte mit 160GB (könnte schlimmer sein, es reicht für einige Filme und Serien)
  • Die Box hat kein WLAN (weshalb vernünftigerweise auch ein 15 Meter LAN-Kabel mitgeliefert wird)!
  • Im Gegensatz zum Betriebssystem der Box scheint die eigentliche TV-Software recht ausgereift zu sein (wobei komfortablere Suchfunktionen wünschenswert wären, diese sollen gem. Swisscom im Dezember etwas besser werden)
  • Alle Sender-, Such- und Programmierfunktionen sind online verfügbar, was komfortabler in der Bedienung ist. Nur leider ist die Webseitenstruktur von Swisscom nicht gerade übersichtlich und man benötigt verschiedene Logins in div. Bereichen (Swisscom-Login hier, Modem-Login da…)

Alles in allem ist digitales Fernsehen das TV, wie es schon immer hätte sein sollen: Jeder kann praktisch zu jeder Zeit genau die Inhalte anschauen, die er möchte und kann die Werbung überspringen (leider fehlt eine automatische Werbeblockfunktion). In ungeübten Händen jedoch besteht natürlich die Gefahr des “Verzappens”. Genau dies haben wir uns in 12 Monaten ohne Fernsehen abgewöhnen können. Wenn ich also Lust habe, Jazz zu hören oder StarTrek zu schauen, so muss ich nicht erst alle Sender durchsuchen oder auf den Zeitpunkt warten, sondern habe die entsprechenden Inhalte praktisch sofort zur Verfügung (Spartensender oder Serienaufnahme). Dadurch spart man tatsächlich Zeit und schaut viel entspannter und besser gelaunt (keine Werbung!) fern.

[1] Senderliste Swisscom: http://www.swisscom.ch/res/tv/sender/index.htm

Wie man Checkpoint’s SSL Network Extender auf Linux einsetzt 1

Posted by Chris on Juni 26, 2010

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Wer wie ich das Vergnügen hat, für eine VPN-Verbindung in’s Büro auf ein proprietäres Werkzeug angewiesen zu sein, der muss sich zuweilen zu helfen wissen, um das entsprechende Programm auch unter modernen Linuxen betreiben zu können. So auch bei “SSL Network Extender” von Checkpoint, das nicht auf ein die Standards (Cisco VPN, OpenVPN) aufsetzt, sondern ein eigenes, nicht offenes VPN-Format verwendet, das unter der Haube machen kann, was es will, denn niemand sieht es. Abgesehen davon, dass es ziemlich schwierig ist, ohne Kundenlogin an das SSLExtender Binary für Linux ranzukommen, ist das Teil auch noch sauschlecht programmiert, aber dazu komme ich später.

Installation

Die Installation ist einfach, das selbstextrahierende Shellskript wird ausgeführt und 3 Sekunden später ist das Programm installiert und bereit:

./Check_Point_SNX_R66_HFA_01_For_Linux_800004013.sh

Erste Zweifel

Beim ersten Ausführen allerdings wird einem schon der erste Stock zwischen die Beine geworfen:

snx
snx: error while loading shared libraries: libstdc++.so.5: cannot open shared object file: No such file or directory

Die Software hat also tatsächlich eine Versionsabfrage für die Grundbibliothek libstc++ hart eincodiert! Uns fehlen die Worte und erste Zweifel an der Programmierqualität (oder fehlt einfach die Erfahrung mit Linux?) des Hauses Checkpoint kommen auf… Aber wir wären keine echten Geeks, wenn wir dafür keinen Workaround fänden:

Für Fedora u.ä. steht dazu meist eine compat-Version bereit, die für ebensolche Fälle gemacht ist:

yum install compat-libstdc++-33

Achtung! Auf 64bit-Versionen muss die 32bit-Version explizit angegeben werden (denn natürlich hat Checkpoint keine 64bit-Version auf Lager):

yum install compat-libstdc++-33.i686

Für Ubuntu’s neuere Versionen gibt es diese gar nicht mehr, aber man kann sie einfach aus einem älteren Repository ziehen: http://packages.ubuntu.com/jaunty/i386/libstdc++5/download

Trügerischer Tunnelgräber

Also auf geht’s mit einem neuen Versuch:

snx -u BENUTZER -s SERVERNAME
FATAL: Could not open tun.ko. No such file or directory
SNX: Virtual Network Adapter initialization and configuration failed. Try to reconnect.

Oh je, warum zum Geier benötigt der SSL Network Extender das Tunnel-Kernelmodul? Eine kurze Suche im Internet bringt an’s Tageslicht, dass auch diese Abhängigkeit fest einprogrammiert ist, obwohl SSL Extender einen eigenen, proprietären VPN-Tunnel erstellt. Auf Fedora tritt dieser Fehler nicht auf, weil das Modul “tun” mit dem Standardkernel ausgeliefert wird. Unter Ubuntu jedoch ist dies Fehlanzeige, auch nachträglich lässt sich das Modul nicht installieren. Man müsste den Kernel neu übersetzen mit der entsprechenden Option. Aber wir sind doch nicht bescheuert und machen uns diese Mühe, bloss weil da ein paar Erstsemesterprogrammierer bei Checkpoint sizten! Das Modul muss einfach existieren, es muss überhaupt nix tun, also wird es einfach gefaked, siehe dazu auch: http://wiki.ubuntuusers.de/Check_Point_SSL_Network_Extender

mkdir faketun
cd faketun
echo -e "#include <linux/module.h>\nstatic int start__module(void) {return 0;}\nstatic void end__module(void){return;}\nmodule_init(start__module);\nmodule_exit(end__module);">tun.c
echo -e "obj-m += tun.o\nall:\n\tmake -C /lib/modules/\$(shell uname -r)/build/ M=\$(PWD) modules\nclean:\n\tmake -C /lib/modules/\$(shell uname -r)/build/ M=\$(PWD) clean\nclean-files := Module.symvers">Makefile
make
sudo install tun.ko /lib/modules/`uname -r`/kernel/net/tun.ko
sudo depmod -a

Ab jetzt funktioniert SSLExtender auch auf Ubuntu und man kann in Ruhe von zu Hause aus arbeiten, auch mit diesem proprietären VPN-Tunnel. Dem Arbeiten am Wochenende steht nun nichts mehr im Wege, ausser man hat nebenbei noch ein Privatleben ;-)

[1] http://www.checkpoint.com/products/ssl_network_ext/index.html
[2] http://packages.ubuntu.com/jaunty/i386/libstdc++5/download
[3]http://wiki.ubuntuusers.de/Check_Point_SSL_Network_Extender

Ein kleiner Windows 7-Test

Posted by Chris on April 17, 2010

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Ja, ich habe mir wirklich die Finger schmutzig gemacht für Euch und einen kleinen, unabhängigen Geek-Kurztest von Windows 7 Home Premium (Hey, was anderes gibt’s bei Dell-billig-Geräten nicht, was kann ich dafür, dass die meisten Features da nicht dabei sind?). Der Grund ist ganz einfach: Microsoft wollte auch Gamern wie mir den Umstieg schmackhaft machen und liefert deshabl DirectX 11 nicht für XP aus. Weil ich aber doch gerne mal die neuen Shader und Effekte bei den neuen Games sehen würde und die Lizenz eh bei Dell dabei ist, warum nicht mal ausprobieren?

Als erstes nach dem (wegen Dell-Tools über 12 Minuten dauernden) Start stellte ich mir die Frage: “Wo ist Aero?” Tja, wie sich eben später herausstellen sollte, bedeutet der wohlklingende Name “Home Premium” übersetzt eigentlich “Billig-Version für Massen-Konsumenten”. Alles, wirklich alles, was bei jeder noch so kleinen Linux-Distro selbstverständlich ist seit vielen Jahren, findet sich nur in den besseren Versionen, die dann richtig teuer werden (35 Sprachen gibt’s sogar nur bei Ultimate). Verschlüsselung? XP-Mode (also virtuelle Maschine)? Denkste!

Naja, war eigentlich nicht anders zu erwarten, aber im Vergleich zu damals eine absolute Frechheit, denn XP Professional war als OEM niemals so teuer. Ich will ja nur spielen, also wären Leistung-fressende Effekte sowieso fehl am Platze.

Was mich positiv überraschte, war der Fenster-Schüttel-Effekt, der wirklich intuitiv funktionierte. Das Ding nennt sich Shake und wird separat als Feature geführt und beworben! Tut mir leid schon wieder den Vergleich zu machen, aber bei KWin wäre der Effekt unter “ferner liefen” gelistet neben den 40 anderen. Dasselbe gilt für Snap, welches genauso auch bei KWin funktioniert (bitte keine Diskussion, wer was zuerst erfunden hat, das wäre müssig). Dies zeigt, wie sich die verschiedenen Benutzeroberflächen gegenseitig beeinflussen, Windows Aero, KDE, Gnome, OSX, etc., eine gute Sache für die Benutzer!

Nun zurück zur Installation: Weil offenbar die Dell-DVD irgendwie defekt ist, musste ich nach der 4. Installation mein Vorhaben bereits aufgeben. Äusserst fragwürdig ist, dass zwar das Betriebssystem jedesmal komplett installiert wurde ohne Fehlermeldung, aber nach ein paar Minuten der Explorer nicht mehr startbar war, was wiederum keine anderen Programme brauchbar machte. Positiv: Es gibt keinen Bluescreen mehr in solchen Situationen. Negativ: Warum gibt es keine Integritätsüberprüfung aller Pakete während der Installation oder einen Medium-Test vor der Installation? Man hat also das Gefühl, es sei alles o.k., aber es kann jederzeit zu Problemen aus irgendeiner Ecke kommen. Wie gesagt, die Schuld dürfte hier an der Dell-DVD liegen. Trotzdem ist es ein sehr ungutes Gefühl, wenn man nicht weiss, ob nun alles o.k. war bei der Installation oder nicht, weil man einfach keine Details zu sehen bekommt. Dasselbe passierte auch mit einer anderen OEM-Version. Ich fand heraus, dass es sich um CRC-Fehler handelte. Nach ein bisschen logisch überlegen setzte ich das BIOS zurück (der Prozessor war etwas übertacktet) und siehe da: die Installation funktionierte wie üblich mit dem Unterschied, dass Windows nun endlich läuft. Warum zum Teufel die Fehler bei der Installation nicht schon gemeldet werden, ist mir ein Rätsel. Will man den Benutzer nicht mit solchen “Banalitäten” wie einem inkomplett installierten OS stören?

Zurück zu den Games: Kurz und gut, mit allen 3D-Marks ca. Minus 15% Leistung. Aber oho! Nachdem ich ALLE Desktopeffekte abschaltete (jetzt sieht es aus wie Windows 95), bekam ich 10% davon wieder zurück! Ich muss leider auch hier wieder einen fiesen Vergleich ziehen: Wenn in KDE (einen anständigen Grafikkartentreiber vorausgesetzt) alle Effekte an sind, braucht kwin so ca. 4% CPU, auch wenn man den Bildschirmwürfel wie wild dreht. Das liegt daran, dass die meiste Arbeit konsequent via OpenGL an die Grafikkarte abgetreten wird.

Nun habe ich also meine PC-Spielekonsole wieder mit der vollen DirectX-11-Grafikpracht, mehr wollte ich nicht und mehr bekam ich auch nicht. Für Windows-Fans kann ich aber sagen: Der Umstieg lohnt sich auf jeden Fall, wenn Ihr aber Hardcore-Gamer seid, solltet Ihr entsprechende Hardware haben und die Leistungseinbusse bei Spielen von 10-15% in Kauf nehmen.

KDE 4.4.0 ist da: ein erster und ein zweiter Blick…

Posted by Chris on Februar 26, 2010

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Kaum wurde KDE SC 4.4.0 (SC steht für Software Compilation, seit ein paar Wochen nennt sich KDE so, weil es doch langsam viele Software aus dem Projekt gibt) und schon stehen für Fedora 12 die Pakete bereit. Natürlich rechnete ich mit Kinderkrankheiten, denn ein KDE 4-Release war noch nie “Produktionsreif” sondern eigentlich immer Beta. Das ist nun mal so, wen das stört, der soll doch testen und helfen, damit sich das ändert.

Auf jeden Fall wurde KDE schlanker, was die Fensterdekoration angeht. Es gibt einen Formfaktor-Umschalter, der bei mir aber zuerst einmal den kwin-Prozess abstürzen liess.  Ein Erlebnis, welches sich unter verschiedensten Umständen wiederholen sollte. Die Intention des Umschalters ist jedoch durchaus klar, denn bei Netbooks kommt ein ganz anderes Prinzip zum tragen als bei Desktops:

Systemsettings Formfaktor

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