Happy New Year und ein entdeckter Schatz

Posted by Chris on Januar 01, 2010

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Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr, auf eine weitere Dekade! Pünktlich zum Jahresanfang stolperte ich auf die deutsche Übersetzung eines längeren Postings, das selber schon älteren Datums (aber immer noch absolut zutreffend) ist. Es beinhaltet eigentlich so ziemlich die beste Erklärung, warum Linux nie ein Windowsersatz ist und sein wird und warum viele verärgerte Windowsbenutzer erst eher bei sich selbst eine Veränderung machen müssen, als einfach mal schnell “auf Linux” (meist Ubuntu heutzutage) zu wechseln. Die Lektüre lohnt sich absolut:
http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/

Distributions-Test Nr. 8: *** FreeNAS *** 2

Posted by Chris on Dezember 30, 2009

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OK ausnahmsweise, weil Feiertage sind, auch mal eine Nicht-Linux-Distribution auf dem Prüfstand. Nämlich FreeNAS, eine hochspezialisierte BSD-Unix-Variante mit einem NAS-Server, wie der Name ja schon andeutet, der als Live-Image oder “installierbares Image” gebraucht werden kann.

Der Grund, weshalb ich auf FreeNAS kam, war, dass ich meine vielfältigen Heimnetz-Services, die sich über die Jahre in meinen virtuellen CentOS’s angesammelt haben, konsolidieren wollte. Mit einem NAS (Network Attached Storage, also Diskplatz, der über verschiedene Dienste im Netz auf vielfältige Weise nutzbar gemacht wird) und einer Weboberfläche ist dies einfach lösbar und macht mehr Spass als “nur” mit einer Hardware-Appliance, die teuer ist, keine offene Software hat und meist auch weniger Services anbietet.

Herkunft / Ursprung

FreeNAS ist ein kleines FreeBSD und wurde von Olivier Cochard und Volker Theile geschaffen. Heute besitzt iX-Systems FreeNAS, aber es wird natürlich als Opensource-Projekt weitergeführt.

Wichtigste Daten in Kürze:

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Juhuu, Religion und Politik! 1

Posted by Chris on Dezember 27, 2009

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Damit ich auch noch was zur Islam-Debatte (was für ein herrlich boulevardesques Wort) beitragen kann, aber dann ist das Thema auch abgeschlossen für mich: Das erste mal in der Schweizer Geschichte wurde nun also ein Baurechtsartikel (keine Gebetstürme von Religion A oder B) in der Verfassung verankert.  Lange noch werden wir mit gemischten Gefühlen auf diese Mutter aller dummen Initiativen zurückblicken. Unsere Enkel werden uns vielleicht fragen: “Warum eigentlich, es ist doch wissenschaftlich erwiesen, dass es keinen Gott gibt?” genauso wie wir unsere Grossväter fragten, warum soviele Menschen auf die gleichen Lügen hereingefallen sind. Nun, in erster Linie scheint es da um Angst zu gehen. Die Angst vor dem Fremden wird uns Schweizern in die Wiege gelegt. “Das Fremde” oder “Die Fremden” sind keine Bereicherung, wenn sie sich beteiligen am gesellschatlichen Leben oder Diskurs, nein sie sind eine Bedrohung sobald sie aus der absoluten Anonymität auftauchen. Versteht uns nicht falsch, wir Schweizer lieben Ausländer und Fremde, solange sie entweder:

  • a) viel Geld bringen
  • oder b) viel arbeiten für wenig Geld
  • resp. c) die Toiletten von uns Schweizern sauber halten
  • und d) Steuern zahlen (ausser Punkt a trifft auf sie zu, dann dürfen sie sogar praktisch Steuerfrei leben)

Natürlich sollte sich ein Fremder brav assimilieren, äh integrieren, das heisst: Am Gemeindeleben teilnehmen, in Vereinen aktiv sein, anderen helfen, in die Kirche gehen, den Hut auf der Stange immer schön grüssen, genauso wie es die Schweizer im Alltag ja alle auch tun (Ironie gratis).

Nun hat jaauch die christlich-extremistische CVP ihre Maske fallen gelassen(ich dachte immer die EDU wolle alle Ungläubigen verbannen, verbrennen geht ja nicht mehr). Schade, die CVP war einst eine eigenständige Partei. Nun wird sie von der SVP wie eine billige Hure behandelt und verspottet. Und ihre Exponenten scheinen es gar noch zu geniessen, mit solchen braunen Parolen etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. So, das war jetzt populistisch, was? Ich entschuldige mich in aller Form, wenn ich hier jemandem zu nahe getreten bin, aber das haltet ihr schon aus, oder?

Die Frage für den Bildungsbürger lautet nun: Wie kann man denn nun als vernünftig denkender Mensch mit solcher Doppelmoral umgehen ohne verrückt zu werden? Die Antwort: Das muss man gar nicht! Gute Menschen gab es auch im Wahnsinn des 2. Weltkrieges und sie lebten ihr Leben so gut es ging nach ihren ethischen Grundsätzen und genauso sollten wir das auch weiterhin tun, egal was für ein Sturm der Dümmlichkeit “draussen” auch toben mag. Ein integrer Mensch lebt den Humanismus tagtäglich (ob mit oder ohne Gott/Geist/Tao/[bevorzugte göttliche Entität einfügen]) und ist so ein Fels in der Brandung. Nein, ich zähle mich nicht zu diesen Menschen, leider…

In diesem Sinne, ein frohes neues Jahr, auf das die Vernunft nicht komplett begraben wird!

Linux’ Huge Pages für Oracle nutzbar gemacht.

Posted by Chris on November 20, 2009

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Huge Pages [1] kennt jedes moderne Betriebssystem. Die Frage ist lediglich, ob Applikationen diese direkt nutzen können. Unter Linux müssen die Applikationen dies explizit anfordern. Es macht für grosse Serverapplikationen durchaus Sinn, Überlegungen anzustellen, ob man diese Möglichkeit nutzen soll. Oracle ist hierfür ein sehr gut geeignetes Beispiel. Schon ab 2GB Shared Memory (wenn man mehrere Instanzen hat und genügend Memory zur Verfügung stehen) lohnt sich die Konfiguration von dediziertem Speicherplatz bestehend aus Huge Pages. Da aber Oracle selber nicht automatisch Huge pages anfordert, reservieren wir einfach den voraussichtlichen Bereich im Shared Memory. Dies wird durch Kernelvariablen erledigt, entweder mit dem Kommando sysctl (für das laufende System) oder persistent in der Datei /etc/sysctl.conf. Im folgenden Beispiel habe ich einen Server mit 72GB RAM auf 48GB Shared Memory konfiguriert. Von einer huge page-Grösse von 2MB ausgehend reservieren wir die entsprechende Anzahl huge pages, um auf die 48GB zu kommen. Durch die Angabe einer Gruppe wird der Bereich exklusiv für die Gruppe “dba” reserviert.
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Wieder mal ein Leser-EMail, zur Abwechslung an eine Krankenkasse 3

Posted by Chris on November 16, 2009

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Tja, manchmal juckt es mich einfach in den Fingern, vor allem, wenn ich in semiprofessionellen Heftchen von irgendwelchen Firmen pseudojournalistischen Unsinn lesen darf (gezwungen wurde ich ja nicht dazu ;-) . Ein Beispiel ist die aktuelle Heftchen (04/2009) der Schweizer Krankenversicherung “Sanitas“. Die Wortwahl in den Artikeln ist nicht nur häufig unpassend, sondern auch menschenverachtend. Der Gebrauch des Unworts “Überalterung” (nein, dieses Wort gibt es nach wie vor nicht) zeigt dies einmal mehr. Dazu mein Leseremail, das wieder mal viel zu lange geraten ist, aber die aktuelle Situation der Krankenkassen aus meiner Sicht treffend beschreiben mag:

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